Worotan, Aussichtspunkte

Heute geht es an der Armenischen/Aserbaidschan Grenze vorbei.

Zuerst sehe ich einen türkis Farbenen See

Dann gibts eine Militärische Straßensperre. Ich mache einen Stop und kaufe mir ein Händchen.

Das Militär sagt mir nur, dass grosse Steine auf der Strasse liege. Was damit genau gemeint ist weiss ich nicht. Vielleicht Straßensperren oder Steinschlag?

Ich Strasse führt recht genau an der Grenze entlang, manchmal auch darüber.

Erst kommt mir ein Tieflader mit Raupe in einer Kurfe auf meiner Spur entgegen und zeigt an ich soll innen Vorbei fahren.

Dann gibt es einen weiteren Grenzposten, hier laufen auch zwei Minensucher in schwersten Rüstungen herum.

Auf dem Pass mache ich eine Pause und futtere das halbe Hühnle

Kaum bin ich fertig, kommt ein älterer Mann vorbei und lädt mich zum Kaffee zu sich Zuhause ein. Er wohnt über der Strasse im einzigsten Haus hier.

Mit Händen, Russisch, Englisch und Deutsch verständigen wir uns. Nach dem sehr guten Kaffee verabschiede ich mich von der Familie.

Von hier geht es bergab. Die Kehren sind durch die LKWs recht heruntergekommen, aber langsam geht immer.

Ich finde einen kleinen Platz, etwas weg von der Strasse und beschließe hier zu bleiben.

Ich schaue mich etwas in der Gegend um und finde eine sehr schöne Decke in einem verlassenen Haus und um das Haus herum jede Menge an reifen und sehr süßen Brombeeren.

Kaum hab ich es mir im Stuhl gemütlich gemacht kommt ein Fahrzeug und stoppt hinter Rosali. Ich befürchte schon, das übliche eine freundliche, aber bestimmte Wegweisung, aber weit gefehlt.

Der Russe steht in voller Montur vor mir und sagt was auf Russisch. Beim Russen kann man nach dem Tonfall und Lautstärke erkennen was er will, hier war er ganz lieb und nett und ich hab ihm gesagt, dass ich kein Wort russisch kann.

Er holt sein Händi raus und raus kommt, ob ich was von 2 Schüssen vor 30min gehört hätte. Ich verneine. Ich habe gestern Schüsse gehört und vor zwei Tagen einen Reifenplatzer eines LKWs gehört, aber heute nichts. Der Russe bedankt sich artig und geht noch um Rosali herum und fährt weiter.

So etwas nettes und höfliches habe ich schon lange nicht mehr gehabt 😉

So verbringe ich den Abend mit Berge schauen.

Ich sitze noch gemütlich und mir fallen die Augen zu, es ist schon Stock dunkel als ich wieder im Kampingstuhl aufmache. Beim zusammen klappen des Kampingsthls höre ich ein metallisches Scheppern. Schnell Taschenlampe aus Rosali geholt, es ist eine Strebe des Stuhls – mache ich morgen.

Um 7 Uhr wache ich gut gelaunt wieder auf und schau mich draußen um, die Sonne kommt gerade übern Berg.

Ich mache mir einen Kaffee und flicken den Kampingstuhl wieder – es ist nur eine Schraube ausgebrochen. Werde daheim Unterlegsscheiben besorgen.

Danach geht’s direkt weiter.

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