Heute geht’s zu erst zum Tanken und dann zu einer Flussschleife. Die Flussschleife ist eins der bekanntesten Motive von Montenegro.
Die Fahrt ist etwas gewöhnungsbedürftig, es geht gut am Rand herunter. Ich schleiche im 2.Gang herum und hoffe, dass kein Gegenverkehr kommt.
1.16€/l und Ölstand auch fast bei Max
Ich sehe noch zwei süße Hundekinder und bevor die mich um den Finger wickeln fahr ich weiter.
Etwa 10km weiter komme ich in ein kleines Dorf mit Brücke und sehe mich etwas um.
Keinen Kilometer entfernt ist ein kleine Anlegestelle, die fahre ich gleich an.
Leider kommen kurz nach mir noch zwei Wägen aus der Deutschen Hauptstadt an. Marke ritschKabumm, wir Scheissen in den Wald, parken alles zu. – Wenn ich mir das noch mals überlege, Schlangen sind eigentlich gar nicht so schlimm.
Ich entschließe mich für einen Spaziergang zur alten Burg und in die Stadt.
Hier war die erste Druckmaschine von Montenegro 15Jh.
Ein Gemüsebeet passt überall hin.
Gänzefamilienausflug
Abendstimmung
Abends kamen die Moskitos und ich mache schnell alles dicht.
Die Nacht war angenehm, ich hab gut und lange geschlafen.
Heute gibts die Möglichkeit eine Bootsfahrt zu machen. Die Tour geht 2h und kostet 75€. Die 75€ gehen durch 3 Leute, so kostet die Tour 25€+4€ Naturschutz.
Gestern bekam ich noch die Info von meinen Platznachbarn, dass man sich in Ulcinj im Krankenhaus impfen lassen kann. Matthias, der mir den Tip mit Serbien verschafft hat, meint ich sollte doch vorbei fahren.
Schweren Herzens verlasse ich den schönen Platz und mache mich auf dem Weg zur Grenze. Auf einen kleinen Hügel, der mir schon bei der Herfahrt aufgefallen ist mache einen Stop und lasse Brauchwasser ab.
Der Weg zur Grenze läuft gut, an der Grenze selber staut es.
Ich habe gefühlt die Spur, die nicht vorwärts kommt. Stehe ich dann am Zoll, gibts noch eine Durchsuchung…
Montenegro ist gefühlt noch kurfen reicher als Albanien. Ich fahre langsam und lass mich nicht hetzen. In Ulcinj fahre ich direkt zum Krankenhaus, im zweiten Anlauf finde ich auch einen Parkplatz, halb Behinderter, halb schraffiert, was solls 😉
Im Krankenhaus geht es sehr schnell, ich muss noch eine Telefonnummer angeben, Campingplatz aus dem iNet. Personalausweis reicht. Erst kommt ein deutsch sprechender Arzt und untersucht mich, dann Schwester 1 gibt mir Spritze und Schwester 2 gibt mir die Papiete dazu. Am 28 Juni kann ich mich hier zum 2. Mal impfen lassen.
Weiter geht’s zum Hafen, ich habe etwas Angst, dass die Strassen eng werden, zum Glück kommt kein Gegenverkehr und ich schaffe es zum Hafen. Das Parken kostet auch nichts 😉
Als erstes schaue ich mir die Burg an. Ich wollte mir noch den innen Garten anschauen, als ich auf was Braues stoße. Bevor ich ausmachen konnte, wo Vorne und Hinten ist, ob giftig oder nicht und in welche Richtung die Schlange schaut. Hat die Schlange schon die Panik bekommen und ist los gedampft, dabei ist die Schlange noch von einer kleinen Mauer heruntergefallen, die Schlange hatte deutlich mehr Angst als ich 😉
Balkan-Zornnatter
Ich gehe noch etwas spazieren und mir fällt die 500GB für 14 Tage auf.
Das Essen ist sehr gut, da kann man nicht klagen. Der Preis 2€ für Salat und 7€ Calimaris sind auch okay.
Ulcinj bei Nacht, Party Stimmung
Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich vier Wochen lang mache. Nach dem 28 Juni kann ich mich zum zweiten Mal Impfen lassen. Dann kommt auch Matthias und Frau nach Ulcinj und wir treffen uns zum ersten mal. Geschrieben haben wir uns ja schon viel 😉
Kurz bevor ich ins Bett gehe mache ich noch ein Photo vom Mond.
Die Nacht war erstaunlich gut, ich befürchtete schon welche Besoffene oder Zigeuner, aber nicht davon.
Um 6Uhr wache ich mit dem schönen Sonnenaufgang auf.
Um 9Uhr30 hatte ich dann mein erstes unangenehmes Erlebnis mit Gesindel. Es klopft an Rosali, eine Stimme draußen mit ein paar Worte deutsch. Ich mache auf und ein älterer Herr möchte 10€ fürs Parken haben. Ich sage einen Moment bitte und mache in Ruhe das Photo:
Achtung! Betruger, Abzocker, Schwindler
Ich gehe raus, schließe Rosali ab, falls noch mehr von dem Gesindel sich hier herumtreibt und führe ihn zum Kassenhaus. Dabei erzähle ich von einem – fiktiven – Polizisten, der hier aufpasst und wir zu ihm gehen. Schon sucht der Schwindler mit seinem selbst geschriebenen Parkzettel das weite.
Ich gehe in die Stadt ein Vanille Eis für 70Cent essen. Das Wasser muss ganz gut sein, ich sehe viele Fischle im Wasser schwimmen.
Langsam gehen mir die hunderte von Menschen auf den Kecks, vor allem die aufdringlichen Zigeuner. Schon seltsam, in Albanien hätten sich die Zigeuner sich nie getraut Geld für nichts zu verlangen und die Albaner sich nie gefallen lassen, von Zigeuner erpresst zu werden. Tourismus macht wie so oft vieles Kaputt.
Ich gehe wieder ins gleiche Lokal wie gestern:
Essen sehr gut und mit 7,50€ ganz okay. Morgen fahre ich möglichst früh weiter. Stück raus, mehr Luft, mehr Weite, mehr Freiheit.
Die Nacht war sehr ruhig. Gegen 8 Uhr kommt der Reinigungsdienst vorbei, was ein LKW mit Wassertank ist, der spritzt dann den Staub, Dreck weg, was im Meer landet.
Ich mache Rosali abfahrbereit und los geht’s, raus aus der Stadt. Ich hab noch etwas bamel vor den schmalen Strassen, aber alles klappt sehr gut. Im Ortsausgang finde ich noch einen Bäcker und kaufe ein Brot und ein süßes Stück für 60Cent und 70Cent.