Goris, Schule Nr6

Kaum sind wir losgefahren, verlassen wir Armenien und fahren ein kurzes Stück über Aserbaidschan.

Es sind auch Russen wieder auf der Strecke zu sehen. Nach etwa 5km kommt wieder ein Kontrollpunkt und er will mein Pass sehen. Ein zweiter steigt in Rosali ein, irgendwas stimmt mit ihm nicht und als er aussteigt sehe ich das Problem. Die Kaffeebüchse ist offen und der Kaffee teilweise verstreut-ich stinken sauer!

Klasse, ich darf jetzt den ganzen Kasten putzen, meine Stimmung steht auf Gewitter! Ich würde ihm seine Kalaschnikow am liebsten in den Arsch schieben! Die Russen vermitteln, fragen immer was Problem.

Nach über einer halben Stunde räumen, saugen, putzen und wischen ist alles wieder eingeräumt. Der Arsch von Idiot traut sich nicht mehr in meine Nähe.

Danach geht die Fahrt ins nahe gelegene Goris fort. Hier hole ich mir erst mal ein frisches Brot an einem sehr kleinen, aber sauberen Bäckerei. Zu meinem Glück ist das Brot noch warm und ich esse die Hälfte direkt 😉 Ich parke am Friedhof, wo wohl gerade eine Beerdigung war.

Goris ist für seine Mittelalterlichen Höhlen bekannt.

Das Pferd des Kuhhirten beobachtet mich.

Es gibt natürlich auch eine Kirche:

Und hinter der Kirche befindet sich der Höhlenpalast.

Eigentlich ist der ganze Berg voller Höhlen. Höhle fürs Feuer, Keller, Vorratslager, Viehstall und Wohnhöhle.

Die Gegend ist wunder schön.

Es gibt auf dem Hügel wieder eine kleine Kapelle.

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die mein Herz erfreuen.

Oder auch gigantische Wohnungen um, auf und in einem Felsen gebaut.

Höhlen Appartement

In der Stadt gibt es natürlich auch normale Wohnungen in Häusern. Hier hat mir der Adler sehr gut gefallen.

Nachtstellplatz neben der Schule

Die Nacht war mit unter 15°C erstaunlich frisch. Wir sind nur auf 1300m und ich bin da viel Höhere Temperaturen gewöhnt. Irgendwo kommt ein frischer Wind her, für mich ideal 😉

Ich bin gerade am Kaffee aufsetzen und ein paar Müll Tüten raus bringen, als ein älterer Mann vorbei kommt. Er gibt mir Zeichen, dass ich Rosali stehen lasse und mir die Gegend anschauen soll. Ich zeige ihm Bilder das ich schon gestern die Höhlen angeschaut habe und lade ihm zum Kaffee in Rosali ein, der gerade fertig ist. So drinnen wir gemeinsam Kaffee und er deutet an, dass er mir etwas zeigen möchte.

So gehen wir gemeinsam ein paar hundert Meter, danach durch Gärten ab Häuser vorbei. Der Weg zu seiner Behausung geht durch mindestens drei anderen Häuser. Was für unsere Verhältnisse sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Das letzt Stück geht steil bergan und ist für uns beide nicht leicht zu nehmen. Dann stehen wir vor seinem Reich.

Er hat in einem der Türme sein Heim gebaut.

Der Garten, mit mehreren Höhlen dient als Unterschlupf der Hühner und als Vorratskammer für Hünerfutter.

Die Aussicht ist wunderschön.

Ich denke mein armenischer Gastgeber ist einer der letzten Bewohner einer dieser Höhlenwohnungen, die er selber gebaut hat.

So weit wie ich verstanden habe, ist er in den 90er verwundet worden am Bein und Kopf. Trommelfell fehlt – klares durchblasen bei geschlossener Nase. Vermutlich von Druckwelle.

Aserbaidschaner und Türken und auf dem Islam ist er nicht gut zu sprechen.

Ich verabschiede mich und wünsche meinem Gastgeber alles gute in seinem Zauberhuthaus.

Kaum bin ich auf der Hauptstraße, da spricht mich der Werkstatt Besitzer an, ob ich nicht noch einen Kaffee mit ihm trinken möchte. Es zwar Automaten Kaffee, aber man sagt ja nicht nein.

Die letzten zwei Tage hier in Goris waren mehr als sehr interessant. Ich werde noch ein Weilchen daran verdauern müssen. Jetzt ist erst mal Zeit zur weiter Fahrt.

Werbung

Worotan, Aussichtspunkte

Heute geht es an der Armenischen/Aserbaidschan Grenze vorbei.

Zuerst sehe ich einen türkis Farbenen See

Dann gibts eine Militärische Straßensperre. Ich mache einen Stop und kaufe mir ein Händchen.

Das Militär sagt mir nur, dass grosse Steine auf der Strasse liege. Was damit genau gemeint ist weiss ich nicht. Vielleicht Straßensperren oder Steinschlag?

Ich Strasse führt recht genau an der Grenze entlang, manchmal auch darüber.

Erst kommt mir ein Tieflader mit Raupe in einer Kurfe auf meiner Spur entgegen und zeigt an ich soll innen Vorbei fahren.

Dann gibt es einen weiteren Grenzposten, hier laufen auch zwei Minensucher in schwersten Rüstungen herum.

Auf dem Pass mache ich eine Pause und futtere das halbe Hühnle

Kaum bin ich fertig, kommt ein älterer Mann vorbei und lädt mich zum Kaffee zu sich Zuhause ein. Er wohnt über der Strasse im einzigsten Haus hier.

Mit Händen, Russisch, Englisch und Deutsch verständigen wir uns. Nach dem sehr guten Kaffee verabschiede ich mich von der Familie.

Von hier geht es bergab. Die Kehren sind durch die LKWs recht heruntergekommen, aber langsam geht immer.

Ich finde einen kleinen Platz, etwas weg von der Strasse und beschließe hier zu bleiben.

Ich schaue mich etwas in der Gegend um und finde eine sehr schöne Decke in einem verlassenen Haus und um das Haus herum jede Menge an reifen und sehr süßen Brombeeren.

Kaum hab ich es mir im Stuhl gemütlich gemacht kommt ein Fahrzeug und stoppt hinter Rosali. Ich befürchte schon, das übliche eine freundliche, aber bestimmte Wegweisung, aber weit gefehlt.

Der Russe steht in voller Montur vor mir und sagt was auf Russisch. Beim Russen kann man nach dem Tonfall und Lautstärke erkennen was er will, hier war er ganz lieb und nett und ich hab ihm gesagt, dass ich kein Wort russisch kann.

Er holt sein Händi raus und raus kommt, ob ich was von 2 Schüssen vor 30min gehört hätte. Ich verneine. Ich habe gestern Schüsse gehört und vor zwei Tagen einen Reifenplatzer eines LKWs gehört, aber heute nichts. Der Russe bedankt sich artig und geht noch um Rosali herum und fährt weiter.

So etwas nettes und höfliches habe ich schon lange nicht mehr gehabt 😉

So verbringe ich den Abend mit Berge schauen.

Ich sitze noch gemütlich und mir fallen die Augen zu, es ist schon Stock dunkel als ich wieder im Kampingstuhl aufmache. Beim zusammen klappen des Kampingsthls höre ich ein metallisches Scheppern. Schnell Taschenlampe aus Rosali geholt, es ist eine Strebe des Stuhls – mache ich morgen.

Um 7 Uhr wache ich gut gelaunt wieder auf und schau mich draußen um, die Sonne kommt gerade übern Berg.

Ich mache mir einen Kaffee und flicken den Kampingstuhl wieder – es ist nur eine Schraube ausgebrochen. Werde daheim Unterlegsscheiben besorgen.

Danach geht’s direkt weiter.

Haghpatavank, Dorf

Heute ging es gleich nach dem ersten Kaffee los.

Die Fahrt durch Tiflis kannte ich ja schon von gestern. In 2 Stunden hatte ich die Grenze erreicht.

Durch Georgischen Kontrolle komme ich zügig, die wollen nur Pass, Fahrzeugschein und Führerschein sehen. Es wird zwar nach Georgischer Versicherung gefragt, aber nicht Kontrolliert.

Bei den Armeniern muss ich erst zum Dokter, der gibt mir einen Zettel, da ich wohl gesund aussehe.

Pass, Fahrzeugschein und kurze Kontrolle: Willkommen in Armenien 😉

Jetzt muss ich noch eine ÖkoSteuer bezahlen, dazu muss ich erst an die Bank und dann mit dem Wisch zur Ausgabestelle.

Nach den ersten KM tritt mich fast der Schlag. Die Strecke ist nicht viel mehr wie ein Acker, zum Glück nur ein kurzes Stück.

In Alaverdi mache ich Rast. Besorge mir Bargeld und zwei SimKarten von MTS, je 10 GB für je 5000dram was 8,70€ sind.

Ich bestelle mir an einem kleinem Imbissbude, es ist glaube ich auch die einzigste im Dorf, zwei mit Fleisch gefüllte Teigrollen. Dazu gibts noch etwas, was nach vergorene Milch mit Molke schmeckt. Zum Abschluss noch eine Kartoffel in Teig. Alles zusammen für 1250dram etwa 2€.

Die Stadt, was jetzt ein Dorf ist hatte wohl früher sehr viel Kohle.

Ich kaufe noch zwei geräucherte Fische aus dem Kofferraum eines Autos für je 200dram was lächerliche 35Cent sind.

Es geht etwa 5 km zurück und 5km den Berg hinauf zum Kloster. Ich finde keinen besseren Platz als den Marktplatz und parke hier.

Ich gehe noch am Friedhof vorbei, da sieht man den letzten Krieg noch sehr nahe.

Danach gehe ich erschöpft zu Rosali und esse den frischen Fisch.

Dazu noch Tee und ich bin um 21Uhr schon Bett reif.

Gewitter und Regen kommt.

Die Nacht war mit 17°C erstaunlich kühl auf 1000m. Gestern gingen auch mehrere Gewitter nieder, aber ich schlafe mittlerweile durch alles 😉

Aussicht am Morgen

Ich gehe noch ein Brot für 190Dram kaufen und frage dem Besitzer nach Wasser in Kanister 5l,6l,8l oder 10l. Er deutet auf den Brunnen hin, so fülle ich drei meiner leeren Wasserkanister wieder auf. Beim Brunnen steht auch ein russischer Kamaz.

Bei der Rausfahrt aus dem Dorf fällt mir noch ein Denkmal auf und ich mache einen Stopp.

Batumi, Pier

An der Grenze angekommen verabschiede ich mich von dem Aserbaidschaner und Reihe mich in die Autoschlange ein.

Als erstes möchte jeder das PCR Zertifikat sehen und nach dem auch die eMail gefunden wurde gibt es ein erstes Lächeln. Das heisst ich habe die erste Hürde geschafft.

Einige LKW Fahrer scheinen die Grenze eingenommen zu haben. Erst zögerlich greifen die Grenzpolizisten durch, aber dann richtig.

Ich bekomme eine extra Spur zugewiesen und es geht sehr zügig vorran.

Der Türke prüft nur Pass und Fahrzeugschein. Der George möchte Rosali von innen sehen, interessiert sich für meine Drecks Wäsche.

PCR Test, eMail Einladungen, Covid Impfung das volle Programm bekommt er von mir, dazu Pass, Fahrzeugschein und Führerschein (international und Schweiz) damit ist er mehr als zufrieden und es gibt auch ein Lächeln von ihm.

Die Grenze verlasse ich schnell, da hier meist kleine Ganoven herum hängen, die das schnelle Geld machen wollen. So fahre ich bis zu einem Versicherung/Geldwechsel Punkt aus iOverlander. Dort wechsel ich meine übrigen Türkische Lira und kaufe mir dafür eine Versicherung für 15 Tage für 30Gel, was aber 35Gel kostet. Die 5Gel extra sind wohl Bearbeitungsgebühren. Naja, in der Schweiz würde das sicherlich 50CHF kosten. Gott bin ich froh so weit weg zu sein 😉

Es geht nach Batumi rein. Der Verkehr und die Hitze ist mörderisch. Selbst in meinen Sandalen steht der Schweiß.

Ich wollte den alten Platz anfahren, leider stellt es sich als mittlere Katastrophe heraus. Der Platz ist jetzt Baustelle und es gibt kein Wendeplatz. Ein Ständeverkäufer gibt mir zu verstehen, dass er mir beim Rangieren hilft. Ich denke erst es gibt noch eine bessere Möglichkeit, aber das war es. Wenden auf kleinstem Raum oder 250m Rückwärts fahren bei max 3m breite. Erstaunlicherweise funktioniert es mit der Hilfe des Verkäufers recht gut. Er muss seinen halben Stand abbauen, aber es funktioniert 😉

Ich bedanke mich sehr ausgiebig für seine Hilfe und fahre einen Parkplatz in einer Seitenstraße an. Der 5 Gel pro Tag kostet.

Ich stehe recht zentral und leider auch sehr offen. Auf der Hafenseite wäre wohl die bessere Entscheidung gewesen. Im Hotel gegenüber gibt es heute wohl ein Konzert.

Von der Schweiz bekomme ich endlich Bescheid, dass meine Passfotos in endlich angekommen sind. Warum die jetzt 5 Tage in der Schweiz lagen? Vermutlich hat jetzt jeder Geheimdienst -psst- eine Kopie!?!

10 Tage für einen Brief Türkei-Schweiz

Die Fotos sind jetzt mit dem zweit Pass auf dem Weg zur Visumstelle.

Batumi hat es in sich, ich finde immer wieder neue Sachen die mich faszinieren.

Ich finde auch einen Kleidungsladen, der vermutlich unsere Rotkreuz Keiderspenden für schwarz Afrika verkauft. Es fängt an zu Regnen und ich eile zu Rosali, da ich beide Dachlucken hoffe habe und bei Platzregen es aufs Bett spritzt.

2 THemden und kurze Hose für zusammen 15€

Zum Glück alles trocken 😉 Dafür hat wohl das Konzert begonnen und ich werde in der ersten Reihe mit 80 Dezibel beschallt.

Das ist halt der Nachteil von Städten, der Mensch ist das schlimmste Tier.

Der Morgen beginnt mit einer Diskussion mit einer Joggerin, warum ich auf dem Gehweg parke. Nach dem ich ihr erklärte, dass auf der anderen Strassenseite ein Gehweg ist, ich Geld fürs Parken bezahle und den Parkwächter wie auch die Polizei rufe, verpisst sie sich. Vermutlich Drogen abhängig 😦

Naja, nachdem ich schon wach bin, gehe ich zu meiner Lieblings Statue.

Ich treffe zwei ausgelassene Hunde, die sich vergnügt mit Spielzeug beschäftigen.

Zurück zu Rosali gibt es Kaffee und ich richte die Toilettentür, da ist oben das Scharnier locker und die Türe schließt nicht richtig.

Hopa

Eigentlich sollte es heute Batumi am Hafen sein, aber mir fehlt – trotz vollständiger Impfung – ein Coronatest. Aber jetzt der Reihe nach.

Ich sehe meinen ersten Iranischen LKW an einer Ampel vor mir stehen.

Heute beginnt es wieder mit einem Pasd von 2090m. Danach geht es bergab bis auf 0m 😉

Die Passabfahrt hat es wirklich in sich, die Strasse windet sich in der Schlucht und um den Stausee.

Manchmal weiß ich gar nicht, wo ich hin schauen soll. Die Landschaft oder Strasse. Zum Glück ist nicht viel Verkehr.

Ich mache nach einigen Kilometern wieder einen Halt. Der Ausblick ist Spitze.

Leider steigt bei jedem 100m die ich nach unten fahre auch die Temperatur um 1°C.

Bevor ich an die Grenze Fahre fülle ich Rosali noch voll mit günstigen türkischen Diesel.

An der Grenze, dann leider die ernüchternde Mitteilung dass ich trotz vollständiger Impfung einen PCR Test für Georgien brauche. Den sollte ich im Kankenhaus von Hopa machen lassen.

Also fahre ich die 20km zurück und Parke vor dem Krankenhaus ein. Schon spricht mich ein in Deutschland lebender Türke an und stellt sich als Ossman, Vorruhestand, aus Hamburg im schwarzen 3er SUV vor.

Er bietet mir an zu Dolmetschern, was ich gerne annehme.

Das Krankenhaus hat nur 24h rest, aber es gibt ein Reisebüro, das Schnelltest macht.

Ossman fährt voraus und ich folge. Ich bin recht froh, dass ich einen lokalen Führer habe.

Im Reisebüro kommt die zweite Ernüchterung, der Test ist erst um 22Uhr fertig und da sind die Grenzen schon dicht. Also warten bis 9Uhr, dann Test abholen und direkt zur Grenze.

Der Test ist im Hotel in der Nähe. Ich zahle 17€ und die Schwester macht, Mund, Nasen Abstrich und eine Kopie vom Pass.

Ich gehe mit Ossman noch ein Wasser trinken und gebe ihm das Restgeld für Blumen für seine Frau.

Ossman empfiehlt mir noch ein Restaurant, zufällig das selbe, in dem ich vor 3 Jahren gegessen hatte und wir verabschieden uns herzlich.

Ich mache noch einen Ausflug an das 50m entfernte Schwarze Meer und genieße den Sonnenuntergang.

In der Altstadt finde ich noch ein lustiges Restaurant Werbeschild.

Um 22Uhr gehe ich zurück zu Rosali, schalte den Kühlschrank an der bei 27°C Nachts schwer arbeiten muss und lass auch die Klima Anlage noch ein paar Minuten laufen, dass wenigstens die Temperatur von 32° auf 27°C gesenkt wird.

Es ist nicht wirklich ein Stellplatz, ja nicht mal ein richtiger Parkplatz, aber ich bin froh zentral zu stehen und nicht wieder in die Stadt hereinfahren zu müssen, wenn ich morgen um 9 Uhr wieder mein Testbericht abhole.

Die Nacht war so okay. Fliegen haben mich morgens um 5Uhr geweckt.

Nach dem ich 10 Fliegen totgeschlagen habe und einen Kaffee getrunken habe gehe ich in das 60m entfernte Zentrum. Zeit zum Frühstück und Zeittotschlagen bis 9Uhr ich mein PCR Test abholen kann.

Pünktlich um 9Uhr bin ich am Reisebüro und zu meinem Erstaunen ist es schon offen. Also rein und das PCR Formular abholen.

Ich treffe noch einen Aserbaidschaner, der mir beim Übersetzten hilft. Ich brauche auch noch eMail Einladungen, von der ich gar nichts wusste. Aber die gibts auch im Reisebüro für 1€, was wohl die Ausdruckgebühr ist.

Als Gegenleistung nehme ich den Aserbaidschaner mit zur Grenze. Seine Familie hat 2 Leute 1994-96 im Krieg gehen Armenien verloren.

Eparchiaki, See

Erst wollte ich an den Prespasee fahren und da am Restaurant stehen.

Ich mache ein Spaziergang und finde den See sehr Schlammig. Die Umgebung ist auch nicht die Beste, Restaurant an Restaurant.

Ich frage noch Kollegen, die jetzt schon in Bulgarien sind, ob die noch einen Tip für mich haben, aber die haben auch nichts mehr für mich.

Spontan entscheide ich mich für Griechenland. Ich habe noch 1130MKD was etwa 18€ sind und mache mich auf dem Weg nach Griechenland. Kurz vor der Grenze Tanke ich voll, 17l passen rein, ich kauf mir noch ein Eis und hab immer noch 130MKD übrig.

An der Grenze wollen die Grenzer den PLF sehen, einen Impfnachweis und machen einen Abstrich. Den PLF hole ich Rekord Zeit nach und ganz Wichtig: „Professionell Driver“ angeben.

Der Zöllner sieht mein Mazedonien Tshirt und meint:

Nord Mazedonien. Mazedonien hier.

Ich lächle nur und sage Fehldruck 😉

Ich fahre noch 50km auf recht guten Strasse weiter zu meinem Tages Ziel dem See. Dort steht noch ein Österreicher aus Wien und zwei Mädels, die hier zu Besuch sind.

Der Wiener und ich gehen noch in die Stadt, ich muss € aus dem Automaten holen, was mich leider 3€ kostet, aber es ist der einzige Automat im Ort.

Abends haben wir zusammen gegessen und geplaudert, es waren noch einige Einheimische am See, so dass es Mitternacht wurde bis Ruhe einkehrt.

Am Morgen sehe ich noch einen Fischer bei der Arbeit zu, der uns noch einen Fisch jeweils schenkt. Wow! 😉

Den Morgen verbringe ich auf dem elektrischen Skateboard und mache erstaunliche Fortschritte 😉

Gegen Mittag holen uns die Mädels ab und fahren zu den heissen Quellen.

Gegen 18Uhr sind wir zurück und relaxen, bevor es zum Grillen geht.

Der Grill ist in 5min aufgebaut, ein kleine Isolation vom Deckelhänkel fehlt. Ich werde mal den Laderaum absuchen dürfen.

Heizungen dauert etwa 20min bis der Gusseisernerost heiss ist, derweil würze ich die Fische beidseitig mit Salz, Zitronensaft und Thymian. Ich setzte beide Fische in eine Aluschale, nach 10min werden die Fische gewendet und bekommt nochmals 10min auf der anderen Seite.

Der Fisch ist genial-auf dem Punkt gebraten und dazu gibt es Salat, den Florian dankend sehr gut vorbereitet hat.

Nachdem essen Gesellen sich noch die zwei Oberallgäuer sich dazu und wir tauschen unsere Ziele, Erlebnisse aus.

Um 23h geht’s bei mir ins Bett. Leider nerven mich mich die Moskitos. Ich wälzen mich im Bett herum, bis ich aufstehe und mich mit Autan einschmiere.

Dafür komme ich am Morgen kaum raus. Aber ich schaffe es noch zu duschen und zwei Kaffee mit Florian, dem Österreicher zu trinken. Anschließend verabschieden wir uns herzlich. Es war eine schöne Zeit zusammen 😉

Kokino Megalith, Parkplatz

Die Fahrt an die Grenze von Mazedonien ist super, guter Belag und später sogar eine absolute gute Autobahn.

Die Grenze ist auch bald erreicht und der Übergang ist Problemlos.

Mein erstes Ziel ist Skopje, die Hauptstadt von Mazedonien.

Leider ist der erste Parkplatz voller Autos. Die zweite Möglichkeit ist zwar halb leer, aber auch sehr weit Ausserhalb und ich treffe einen deutschen Kamper, bei dem eingebrochen wurde. Außerdem ist es in der Stadt höllisch heiss.

Also beschließe ich raus zufahren und auf einem Berg zu übernachten. Dabei tanke ich für 63MKD/l Diesel, was 1,02€ sind voll und lasse meine Vorderräder auf je 4,5bar auffüllen.

Die Autobahn hier ist Mautpflicht, so zahle ich einmal 60 und 80 MKD in der Kategorie 2. Ich sehe auch eine Raffinerie neben der Autobahn.

Ich komme an meinem Ziel an und möchte mich gerade einrichten, da kommt der erste Eingeborene vorbei und zeigt auf dem Gipfel, den Rest verstehe ich nicht.

Keine 30min später, ich schnappte mir gerade einen Wecken mit Käse, da kommt ein weiterer Vorbei und versucht mir auch was zu erklären.

Also schnappe ich mir die Karte und schau mir den Gipfel genauer auf der Karte an. In 2km ist ein weiterer Parkplatz, der nur 500m vom Gipfel entfernt, vielleicht sollte ich da hinfahren? Gesagt, gemacht. Es ist zwar nicht so eben und ein weiterer Kamper mit Deutschem KZ ist schon da, aber ich frage einen Hirten ob es hier okay ist zu parken und er meint ja.

Im deutschen Kämper ist ein Holländer drin, der eine Wespennest unter dem Beifahrersonnenschutz hat. Wir nehmen es ab und finden darin, viele Spinnen-alsFutter-und eine Wespenlarve.

Ich wollte erst noch eine Wanderung machen, aber ich nutze die Zeit zum Duschen und Haare waschen.

Den Diebstahlschutz der Reifendrucksensoren Schraube ich auch noch fest. An der Tankstelle hatte ich bei der Hitze einfach keine Lust und Nerfen mehr.

Zum Abendessen kommt die Holländerin mit Katze zur Suppe mit Brot und Käse rüber. Anschließend quatschen wir noch über unsere Reise Erfahrungen bei zwei Tassen Tee. Super nett 😉

Die Nacht war super angenehm bei 19°C und der Wind hat nachgelassen. Es gab Nachts auch keine Geräusche. Das Brot, was ich Nachts ausgelegt habe ist auch noch da. Also hat es keine Tiere um Rosali gehabt.

Ich bin schon um halb sechs wach und beschließe den Sonnenaufgang von der Plattform aus zu beobachten. Ich schnappte mir mein Wanderstock und los geht’s.

Der Ausblick ist wunderschön, man sitzt ganz alleine auf dem Berg und hört nur die Natur. Der Blick ist gigantisch. Um halb achte steige ich wieder herunter.

Erst denke ich es ist ein sehr grosser Käfer, erst beim zweiten Hinschauen, sieht man, dass es zwei Käfer sind.

Zurück zu Rosali gibt es erst mal Kaffee mit weichem Ei zum Frühstück.

Am Nachmittag übe ich mich im Bogenschießen. Es ist gar nicht so schwer und macht Spass 😉

Um 19Uhr bekomme ich die Meldung von SwissCom, dass meine 10GB abgelaufen sind. Ich dachte ich bin noch mit 4GB? in Mazedonien eingefahren.

Der Tag vergeht wie im Flug und schon ist es Abend und es gibt Püree mit Omlet, danach noch einen Tee und ab ins Bett.

Ich habe seltsame Träume und muss öftern auf Toilette. Vermutlich liegt es an der hohen Luftfeuchtigkeit

Die Nacht ist kurz. Um 5 geht nochmals auf den Berg hinauf, die Aussicht zu genießen.

5:35 kommt die Sonne übern Berg

Bei Rosali gibt es blaue Blumen, aber die Blumen sind nur am Morgen offen. Vermutlich sind es Mauerblumen.

Ich finde auch noch was sehr interessantes, keine Ahnung ob das eine Blüte oder ein Nest ist.

Der Platz ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Es fällt mir immer schwer solch schönen Platz zu verlassen. Die Aussicht ist traumhaft.

Aussichtspunkt am Monoment

Ich mache in Montenegro noch einen Stop an einem Supermarkt. Etwas Wurst und zwei Baguettes kommen mit. Hier gibt es schon drei verschiedene Dattelnsorten zu kaufen. Ich muss mich da mal befassen, oder mich durch die ganzen Sorten durch Essen 😉

Eigentlich wollte ich noch in Montenegro volltanken, aber plötzlich stand ich an der Grenze und war schon in Albanien.

Die Fahrt ist gut, aber es ist sehr heiss. Als ich ein kleines Dorf auf 800m erreiche mache ich einen Stop. An der Rankstelle lasse ich für 3000Lek 19.10l Diesel nachfüllen. Ich frage den Tankwart ob er nicht auch Deutsche Gasflaschen nach füllt und er sagt ja. Spontan hole ich meine leere Gasflasche raus und er füllt mit vielen Adaptern für 1300Lek genau 20.63l LPG nach. Damit hab ich wieder eine Flasche zur Reserve, was etwa 1 Monat ist.

Kurz vorm Parkplatz kratzt Rosali noch etwas am Teer, hier geht es steil nach unten, aber einmal in Fahrt kann ich nicht viel dagegen tun.

Ich schau mir etwas die Stadt an. Mit drei Kugeln Vanilleeis für nicht mal 1€(100Lek) gehts am Besten 😉

Ich werde von einem älteren Mann angesprochen, ob ich etwas suchen würde und er empfiehlt mir ein kleines Restaurant.

Das Restaurant ist richtig liebevoll eingerichtet und das Essen ist mehr wie reichlich. Alles zusammen für 10€ oder 1200Lek.

Ich besorge mir noch 12000Lek aus dem Geldautomaten und buche für Donnerstag die Fähre von Fiers nach Koman.

Ich fahre noch etwa 15km weiter hinaus ins nichts.

Mir fällt der Draht auf dem Boden auf, anscheinend werden die blanken Alu? Kabel hier wieder geflickt.

Die Nacht senkt sich und es gibt endlich etwas Abkühlung.

Die Nacht war super, es hat sich auf 18°C abgekühlt und ich habe nichts gehört.

Bevor ich Abfahre leere ich das Brauchwasser noch in den Schotter.

Sveti Nikola, Kirche

Heute geht es zu erst zu Bojana Island, eine Mündungs Insel zwischen Montenegro und Albanien.

Ich mache an der Brücke stop und schau mir erst mal die Gegend an.

Ich finde auch eine Schildkröte, die die Strasse über queren möchte. Ich dachte, ich trage die Schildkröte über die Strasse, aber die Schildkröte muss mich kommen gesehen haben und hat von selber kehr gemacht und ist im Strassenrand verschwunden.

Anscheinend lassen sich Schildkröten sich nicht so einfach retten und von mir erst recht nicht 😉

Ich finde eine art von Kampingplatz und gehe erst mal gemütlich essen.

Danach gehe ich den Strand entlang, bis ich vor Albanien stehe.

Nach dem Spaziergang bin ich ziemlich fertig, aber ich fahre noch 5km raus zu einem ruhigen Ort.

Die Nacht war sehr leise, am Morgen höre ich Schafe und Kühe an Rosali vor bei ziehen.

Ich mache mir Frühstück und schaue mir die Gegend etwas genauer an und finde noch einen Bunker aus Jugoslawiens Zeite.

Es sind drei Arbeiter bei der Kirche. Ich sage kurz hallo und verschwinde auch gleich wieder.

Ulcinj, Hafenparkplatz

Gestern bekam ich noch die Info von meinen Platznachbarn, dass man sich in Ulcinj im Krankenhaus impfen lassen kann. Matthias, der mir den Tip mit Serbien verschafft hat, meint ich sollte doch vorbei fahren.

Schweren Herzens verlasse ich den schönen Platz und mache mich auf dem Weg zur Grenze. Auf einen kleinen Hügel, der mir schon bei der Herfahrt aufgefallen ist mache einen Stop und lasse Brauchwasser ab.

Der Weg zur Grenze läuft gut, an der Grenze selber staut es.

Ich habe gefühlt die Spur, die nicht vorwärts kommt. Stehe ich dann am Zoll, gibts noch eine Durchsuchung…

Montenegro ist gefühlt noch kurfen reicher als Albanien. Ich fahre langsam und lass mich nicht hetzen. In Ulcinj fahre ich direkt zum Krankenhaus, im zweiten Anlauf finde ich auch einen Parkplatz, halb Behinderter, halb schraffiert, was solls 😉

Im Krankenhaus geht es sehr schnell, ich muss noch eine Telefonnummer angeben, Campingplatz aus dem iNet. Personalausweis reicht. Erst kommt ein deutsch sprechender Arzt und untersucht mich, dann Schwester 1 gibt mir Spritze und Schwester 2 gibt mir die Papiete dazu. Am 28 Juni kann ich mich hier zum 2. Mal impfen lassen.

Weiter geht’s zum Hafen, ich habe etwas Angst, dass die Strassen eng werden, zum Glück kommt kein Gegenverkehr und ich schaffe es zum Hafen. Das Parken kostet auch nichts 😉

Als erstes schaue ich mir die Burg an. Ich wollte mir noch den innen Garten anschauen, als ich auf was Braues stoße. Bevor ich ausmachen konnte, wo Vorne und Hinten ist, ob giftig oder nicht und in welche Richtung die Schlange schaut. Hat die Schlange schon die Panik bekommen und ist los gedampft, dabei ist die Schlange noch von einer kleinen Mauer heruntergefallen, die Schlange hatte deutlich mehr Angst als ich 😉

Ich gehe noch etwas spazieren und mir fällt die 500GB für 14 Tage auf.

Das Essen ist sehr gut, da kann man nicht klagen. Der Preis 2€ für Salat und 7€ Calimaris sind auch okay.

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich vier Wochen lang mache. Nach dem 28 Juni kann ich mich zum zweiten Mal Impfen lassen. Dann kommt auch Matthias und Frau nach Ulcinj und wir treffen uns zum ersten mal. Geschrieben haben wir uns ja schon viel 😉

Kurz bevor ich ins Bett gehe mache ich noch ein Photo vom Mond.

Die Nacht war erstaunlich gut, ich befürchtete schon welche Besoffene oder Zigeuner, aber nicht davon.

Um 6Uhr wache ich mit dem schönen Sonnenaufgang auf.

Um 9Uhr30 hatte ich dann mein erstes unangenehmes Erlebnis mit Gesindel. Es klopft an Rosali, eine Stimme draußen mit ein paar Worte deutsch. Ich mache auf und ein älterer Herr möchte 10€ fürs Parken haben. Ich sage einen Moment bitte und mache in Ruhe das Photo:

Achtung! Betruger, Abzocker, Schwindler

Ich gehe raus, schließe Rosali ab, falls noch  mehr von dem Gesindel sich hier herumtreibt und führe ihn zum Kassenhaus. Dabei erzähle ich von einem – fiktiven – Polizisten, der hier aufpasst und wir zu ihm gehen. Schon sucht der Schwindler mit seinem selbst geschriebenen Parkzettel das weite.

Ich gehe in die Stadt ein Vanille Eis für 70Cent essen. Das Wasser muss ganz gut sein, ich sehe viele Fischle im Wasser schwimmen.

Langsam gehen mir die hunderte von Menschen auf den Kecks, vor allem die aufdringlichen Zigeuner. Schon seltsam, in Albanien hätten sich die Zigeuner sich nie getraut Geld für nichts zu verlangen und die Albaner sich nie gefallen lassen, von Zigeuner erpresst zu werden. Tourismus macht wie so oft vieles Kaputt.

Ich gehe wieder ins gleiche Lokal wie gestern:

Essen sehr gut und mit 7,50€ ganz okay. Morgen fahre ich möglichst früh weiter. Stück raus, mehr Luft, mehr Weite, mehr Freiheit.

Die Nacht war sehr ruhig. Gegen 8 Uhr kommt der Reinigungsdienst vorbei, was ein LKW mit Wassertank ist, der spritzt dann den Staub, Dreck weg, was im Meer landet.

Ich mache Rosali abfahrbereit und los geht’s, raus aus der Stadt. Ich hab noch etwas bamel vor den schmalen Strassen, aber alles klappt sehr gut. Im Ortsausgang finde ich noch einen Bäcker und kaufe ein Brot und ein süßes Stück für 60Cent und 70Cent.