Prevalle, Parkplatz

Die Ausfahrt aus Prizen startet mit einem Hupkonzert, da wo ich auf die Strasse wollte wartete ein Auto zum Einfahren und blockte den Verkehr, bis jemand anhielt und wir Ein- und Ausfahren konnten. Durch die Stadt ging es sehr gemütlich. Ich fahre heute auf der gleichen Strasse raus, die ich gestern von der Burg aus gesehen hatte.

Die Strasse folgt einem Flusslauf durch eine Schlucht. Die Straße ist recht eng und es hat Überhänge. Kaum sehe ich um 9Uhr15 die Überhänge und es macht Peng und etwas Weißes fliegt davon.

Ich halte gleich an und vermute schon das schlimmste. Ich muss den Stein vom Überhang mit dem Sonnenrollo getroffen haben 😦

Bei der Weiterfahrt pass ich höllisch auf weitere Überhänge auf, aber es waren nur unten an der Eingang der Schlucht welche.

Ab und zu sind Baustellen, aber ich komme recht gut voran und um halb elf bin ich auf dem Pass bei 1510m.

Gegenüber ist ein Restaurant mit einer etwa 1m hohen Mauer. Ich stelle Rosali direkt an die Mauer und benutze es als Leiter.

Ich verbringe den Nachmittag mit der Demontage der Omnistor 5000 Markise.

https://saschawill3.home.blog/home/rosali-reparatur/kratzer-am-alkoven-2/

Während ich vor mich hin werkle, auf die Mauer hoch steige, in Rosali rein gehe um Werkzeug zuhole und wieder verschiedene Optionen überdenke, Sprechen mich 3 verschiedene Kosovaren an, die alle in der Schweiz gearbeitet haben.

Sie helfen mir zwar nicht direkt, aber sie geben mir das Gefühl nicht auf verlorenen Posten zu kämpfen.

Um 18Uhr mache ich Schluss für heute und parke Rosali wieder auf dem Parkplatz.

Weiter unten fällt mir ein WoMo aus Holland auf, überhitzt und Vermutlich geschmorenes Stromkabel. Ich biete Ihnen meine Hilfe an und wir plaudern etwas.

Um 20Uhr, gehe ich aus dank ins Restaurant zum Essen.

Die Nacht war super und ich bin schon vor 6Uhr wach.

Ich wollte einen kleinen Spaziergang machen, aber ich treffe so viele Kosovaren, die in der Schweiz arbeiten und die mich ansprechen. Ich bleibe bei zwei sehr netten Kosovaren hängen, einer davon Journalist, der mir seine Sicht über Albanien erörtert.

Das immer noch KFOR Truppen im Land sind macht der Hubschrauber deutlich, der über uns hinweg fliegt.

Es kommen ein paar Regentropfen und ich mache mich auf dem Weg zu Rosali, falls der Regen stärker wird, kann ich schnell die Fenster und vorallem die Dachlucken schließen.

Ich sehe eine Frau Schichten Pfannkuchen backen und nehme gleich eine Portion.

Dabei wird immer ein Deckel von zweien im Feuer erhitzt und eine neue Lage Teig aufgebracht, dann wieder der heisse Deckel aufgesetzt. So kommt die Hitze immer nur von oben.

Zurück zu Rosali staune ich nicht schlecht, als ich einen Bulli mit GD KZ neben mir einparken sehe. Die Welt ist klein 😉

Wir gehen gemeinsam einen Kaffee trinken und ich nehme für 106€ ihre restlichen Mazedonien Dinare dankend ab.

Wir machen mit ihren eingängigen und sehr lieben Hund noch einen Spaziergang auf dem Berg zum Sonnenuntergang und kochen gemeinsam Nudeln, Sosse und Salat.

Die Nacht war mit 17,5°C super angenehm und ich hab bis kurz vor 6 geschlafen.

Tobi gibt noch einen Tip gegen Moskito:

Angelzentrale.de

Kostet aber fast 90€ – naja, vielleicht hilfst 😉

Wir trinken noch einen Kaffee zusammen und ich darf mich in ihrem Reiseheft verewigen, dann verabschieden wir uns herzlich.

Prizrenit, Park

Heute geht es in die zweit Grösste Stadt von Kosovo, Prizrenit.

Auf dem Weg halte ich noch an einem Bäcker, da belustige ich alle mit meinem Versuch was zu bestellen. Auf jeden Fall bekomme ich was ich möchte und das nur für 80Cent.

Ich finde noch eine Brücke und beschließe da mal einen Blick drauf zuwerfen.

In Prizrenit angekommen, schaue ich mir erst den Platz an. Mittags sind nicht so viele Autos hier und ich finde schnell einen Parkplatz.

Es geht auf die Burg hoch. Der Anfang ist noch ganz leicht, einfach immer am Fluss entlang. Hier gibt es eine Brücke voller Schlösser und dazu natürlich auch einen Schloss Verkäufer 😉

An jedem öffentlichen Wasserhahn mache ich meine Haare nass, aber wenn es steil den Berg hoch geht, dann komme ich in der prallen Sonne schon an meine Grenzen.

Es gibt einen Getränke Verkäufer auf der Burg, ich wollte mir gerade ein kaltes Wasser bestellen, als ein Kosovare, der in Kehl arbeitet mich einlädt, was ich sehr nett finde. Das Wasser ist wirklich eiskalt und ich bestelle eine zweite Flasche, er verlangt 1€ und ich gebe ihm 50Cent und 20Cent Stück, wobei ich dachte es waren zwei 50Cent. Ich biete dem Verkäufer natürlich gleich die Richtige Summe an, aber er winkt grinsend ab. Entweder sehe ich so Notdürftig aus, oder die Kosovaren haben einfach eine Freude an mir.

Auf dem Rückweg zu Rosali kaufe ich noch 1.5l Wasser und Kaffee im Laden ein. Bis ich bei Rosali an komme ist auch die Flasche leer. Ich muss 2-3l Wasser in mir haben, die ich einfach ausgeschwitzt habe 😉

Morgen soll es noch 2°C wärmer werden, deshalb wollte ich morgen auf einen Pass auf 1500m hoch fahren.

Nach 23Uhr gehen die Besucher etwas zurück.

Die Nacht war zu warm. 24°C und morgens lange vor 7Uhr liefen schon die ersten Jogger vorbei.

Noch ein Kaffee für mich und dann weiter fahren.

Patriarchenkloster Peć, Parkplatz

Die Fahrt war kurz, nur etwa 1h. Ich komme in Pek an und mache erst mal halt an einem Bäcker und kauf mir ein gutes Brot und ein Hörnle für 80Cent.

Etwa ein Kilometer weiter, blockiert ein Schlagbaum meine Einfahrt zum Klosterparkplatz. Ich halte an und die zwei Polizisten kommen auf mich zu, auf die Frage ob ich hier zum Parkplatz fahren darf Antworten sie, ja kein Problem, ich muss nur mein Pass zeigen. Also setzte ich zurück und fahre vor dem Schlagbaum und hole meinen Pass vor. Nach kurzer Prüfung, darf ich auch einfahren.

Anscheinend haben bis 2013 hier KFOR Truppen das Kloster bewacht, jetzt wird es von Polizisten bewacht.

Es ist schon ein seltsames Gefühl in einer kleinen Exklave zu stehen. Hier merkt man noch, dass im Kosovo noch lange keine Ruhe eingekehrt ist.

Eine Polizist kommt vorbei und bestaunt Rosali und fragt, was Rosali wohl kostet. Ich gebe bereitwillig Auskunft und lade ihn auch auf eine Tour durch Rosali ein, aber der Polizist lehnt dankend ab.

Ich bin mir nicht so sicher, ob er nicht einfach schauen wollte, was ich hier mache. Trotzdem finde ich alle Polizisten und Grenzer bis jetzt höchst freundlich.

Für mich gibt es jetzt erst mal Kaffee.

Eigentlich wollte ich um 18Uhr den Gottesdienst besuchen und ziehe mich gerade an. Lange Hose und Hemd sind Pflicht in der Kirche.

Da kommt der Polizist erneut vorbei. So wie ich es verstehe schließt die Abtei um 18Uhr und ich darf hier nicht über Nacht stehen. Ärgerlich, also schnell durch gerauscht

Wohin zum Übernachten? Da ist noch ein weiteres Kloster, das ich gerne anschauen wollte, etwa 30min entfernt. Leider finde ich da keinen Parkplatz und beschließe ein Restaurant anzufahren.

Eigentlich habe ich keinen grossen Hunger, aber einen Salat mit Käse geht immer.

Am nächsten morgen wollte ich frühzeitig das Kloster besuchen, aber der KFOR Soldat meint, erst um halb zehn Uhr. Also Staubsaugen und Frühstück bis dahin.

Mücken müsste ich auch mal saugen

Um 9Uhr30 bekomme ich auch einen Ausweis und darf das Kloster besichtigen. Ein Mönch empfängt mich und begleitet mich in die Kirche und erklärt mir einige Details der Kirche.

Es ist schon etwas seltsam, wenn Militär für den Schutz zuständig sind.

Nach der Besichtigung kaufe ich noch 5 Kerzen und zünde die Kerzen an. Ein deutsches Buch über das Kloster und zwei Verschiedene Sorten Käse.

Mirusha Fälle, Parkplatz

Zurück von der Innenstadt bekomme ich noch eine eMail. Meine Verwandtschaft ist nochmals größer geworden 😉

Heute habe ich nur sehr gute Strassen, kein Vergleich mit Gestern. Ich komme auch zügig vorran.

Die letzten zwei km sind Schotter, da geht’s im Schneckentempo.

Ich dachte ich geh mich etwas Abkühlen, aber der See ist richtig kalt. Okay, sobald man drinnen ist, geht’s. Es gibt viele kleine Fische, sobald man aufhört zu schwimmen,  fangen die kleinen Fische an zu putzen und nibbeln an mir herum.

Ich unterhalte mich noch mit einem Französischen Kamper Päarle, bei denen wurde in Italien die Scheibe eingeschlagen und sie haben sich in Montenegro sich die Vorderräder abgefahren.

Ich beschließe im Restaurant was zu essen.

Ich unterhalte mich noch mit den Betreibern, alle sehr nett und ziehe mich dann in Rosali zurück.

Die Nacht war super, Wasserrauschen und eine angenehme Temperatur von 16,5°C – ich schlafe bis kurz vor 7Uhr. Der Franzose ist auch schon wach und wir plaudern beim Kaffee über Drohnen und wandern.

Die Wandertour ist mir zu steil, deshalb lass ich den Franzosen ziehen und gehe dafür im Shorty, Taucherbrille und Taucherschuhen schwimmen.

Anschließend gibts noch ein Bootsfahrt zusammen mit dem Franzosen 😉

Und Mittagessen, wobei mir von den Nachbarn noch mit ganz viel Essen überhäuft werden.

Nach dem übigem Mahl geht’s an die Abfahrt. Da mein Frischwassertank recht weit unten ist, frage ich den Parkwächter, ob ich meinen Wasserschlauch anschließen darf um meine 160l wieder voll zumachen.

Gesagt getan, ich hab zum Glück alle möglichen Verjüngungstücke dabei, da passt immer was und lade Wasser.

Der Franzose fährt auch gerade aus und ich biete ihm meinen Wasserschlauch auch gleich an, damit er sein Wasservorrat auffüllen kann.

Pristine, Nationale Bücherei

Die Fahrt ist eigentlich nur 25km lang, aber die Strasse ist Tückisch. Schlaglöcher und Geschwindigkeitshügel wechseln sich ab und sind erst sehr spät erkennbar. Es tut auch hinten ein Schlag, aber das sehe ich erst später als ich am Zielort, der Nationalen Bücherei im Universitätsbereich ankomme.

Im Bad hat sich die Halterung gelöst, das hatte ich schon mal in Spanien letztes Jahr. Da muss wie immer russischer Sekundenkleber her.

Ich mach mich auf dem Weg zur Innenstadt, naja eigentlich viel mehr nach innen geht nicht mehr, ich parke ja schon sehr zentral.

Nachdem ich meinen persönlichen Fanclub besucht habe kaufe ich mir beim Bäcker einen Borök mit Käse, direkt auf dem Offen und einen Joghurt dazu für 1€.

Ich finde einen Photoladen und frage spontan, ob sie vier Biometrischen Passfotos von mir machen können. Nach 5min und 5€

Danach wird erst mal gerastet, dabei merke ich auch, dass ich meinen Zehen gestern gestoßen habe.

Eigentlich müsste es hier auch einen Basar geben, ich forsche etwas nach und auch T-Hemdenverkäufer.

26€ für 4 T-Hemden, 2 sind sehr gute Qualität

Bevor ich zu Rosali zurück kehre, besuche ich noch die Kathedrale. Bin aber etwas enttäuscht, ich bin schon die Übigkeit der orthodoxen Kirchen gewöhnt. Das ist schon sehr mager.

Der Sekundenkleber hat wieder wunder gewirkt  😉

Um 20Uhr geht’s zu einem Restaurant, wenn ich hier schon die grösse Auswahl habe, dann muss ich auch ausnützen.

Als Nachtisch hole ich mir noch etwas für 1€ aus dem Konditorladen, der auf dem Weg liegt. Dazu gibts noch eine Tasse Tee und ich bin Bett reif.

Vom Gefühl her wars bis 23Uhr noch recht laut, ab und zu kamen Autos und parkten hier, aber ich war so müde, ich habe bis 7Uhr morgens durch geschlafen. Am morgen die Bibliothek aus dem Bett zu sehen ist unbezahlbar 😉

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich noch eine Nacht hier verbringen soll, oder weiter fahren soll. Dazu trinke ich erst mal einen schönen Kaffee. Mittlerweile hab ich mich auch an den feinen türkischen Kaffeemehl gewöhnt. Wenn ich das Kaffeemehl etwas festdrücke, dann funktioniert das Sieb einwandfrei und der Kaffee schmeckt.

Ich gehe noch in die Stadt. Es ist Sonntag und mein Sonntagspups kündigt sich an, also suche ich mir ein nettes Kaffee.

Sorry für die verstopfte Toilette, das Baklava und der Expresso für 1,60€ sehr gut.

Hier gibts wohl noch ein Festival

Langsam wird es heiss und auf dem Weg zu Rosali beschließe ich, es ist Zeit für einen Ortswechsel.

Bear Sanctuary Phristina, Parkplatz

Um kurz nach 8Uhr geht’s los. Die Katze maut zum Abschied-der Dosenöffner geht 😉

32km und eine Stunde weiter komme ich an die Grenze. Es herrscht LKW Stau und ich überhole mal lustig, dann werde ich von einem Strassenverkäufer? gestoppt, der meinte ich muss mich hinten anstellen, ein LKWFahrer kommt hinzu und meint Okey. Also weiter locker alles überholen.

Einspuren ist zwar gut, aber wir sind ja auf dem Balkan, da sieht es so aus.

Ja, genau immer Richtig Einbahnstrasse. Der Serbe braucht Pass und Fahrzeugschein, es gibt aber keinen Ausreisestempel.

Paar Meter weiter kommt ein Grenzwächter „Willkommen im Kosovo!“ und spricht sehr gutes Deutsch. Wir gehen zusammen zur Versicherung, da bezahle ich 15€.

Was mir sofort auffällt sind die Fabriken, fast im ganzen Balkan habe ich keine Fabrik in Betrieb gesehen, aber hier im Kosovo gleich viele.

Um 10Uhr mache ich einen Einkaufsstop.

Tomaten, das kg für 37Cent, dagegen sind ja Äpfel mit 99Cent ja fast 3 mal so teuer 😉 und der Käse für 5,49€/kg ist auch Preiswert. Es ist übrigends der teuerste Käse 😉

Mein erstes UN Fahrzeug

Eine Stunde später hab ich auch mein Ziel erreicht.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4renwald_Pristina

Im Souvenir Laden gibts nichts in meiner Grösse, deshalb lasse ich es und esse eine Vanilleeis für 50Cent.

Zurück zu Rosali wundere ich mich, dass mein Wetterstation hängt und damit keine neuen Daten liefert. Ich logge mich kurz im Router und mache einen Neustart. Vermutlich kennt der Router noch nicht alle neuen Funkbetreiber im Kosovo. Selbst SwissCom sendet mir willkommen in Monaco. Nach dem reboot funktioniert die Wetterstation wieder.

Heute Abend gibt es Essen im Restaurant, das hat zwei Gründe, erstens habe ich das Baguette schon während der Fahrt gegessen und zweitens hab icht für morgen kein Brot.

Salat mit frischem Brot und Käsesahne für 5,50€

Die Hälfte des Brotes lasse ich mir einpacken und nehme es mit in Rosali 😉

Rosali hat mittlerweile den ganzen Parkplatz für sich alleine.

Die Nacht war zwar ruhig und bei 15.5°C schön kühl, aber irgendetwas hat mich um 3 oder 4 Uhr geweckt.

Eigentlich wollte ich gemütlich Frühstücken und danach nach Pristine fahren, aber da ich schon früh wach bin, kann ich, die hoffentlich morgentlichen Schwächen Verkehr aus nützen, um in die Stadt zu fahren und einen Parkplatz anzufahren.