Askale am Fluss

Die heutige Fahrt geht über drei Pässe jeder über 2000m hoch.

Die Strasse ist 4 Spurig und in guter Qualität.

An einer Raststätte mit Toilette und Wasser auf 1820m mache ich einen Versorgungsstop. Wasser wird auf gefüllt und Toilette wird in die Gleiche geleert.

Es geht noch weiter den Berg entlang.

Gegen 15Uhr komme ich an meinen heutigen Parkplatz an, ich bin etwas enttäuscht nach den letzten paar Nächten bin ich weit aus besseres gewöhnt.

Ein paar Vögel kreisen über Rosali, ich denke die Vögel merken den kommenden Regen.

Ich schaffe es gerade in die Stadt und in das erste Restaurant, da gibt es auch schon einen Platzregen. Ich hoffe ich habe in Rosali nichts offen gelassen.

Mit Salad und Ayran für 2,50€ 😉

Das Essen ist der Hammer. Ich kenne es nur von Georgien. Eine Mischung Käse, Butter und Ei als Belag 😉

So billig und gut, kann man wohl nirgendwo essen.

Ich sehe mir noch die zwei Sehenswürdigkeiten in der Stadt an. Ich sehe noch einen Verkäufer mit Datteln und kaufe ihm etwas ab, dazu etwas schwarzes, gewalzenes, was süss säuerlich schmeckt.

Die Nacht war kühl mit unter 15°C aber ich war zwischen 3 und 4 wach. Keine Ahnung warum.

Um 8Uhr geht es nach dem Kaffee weiter.

Rosali mit Hörnern

Adala Selale Mesire Alani, Fluss

Die runter Fahrt vom Berg war auf der anderen Seite um einiges einfacher und der Teer besser.

Am Fusse des Berges angekommen schalte ich absichtlich Maut aus, aber heute wäre ich vermutlich sowieso keine längere Strecke auf der Autobahn gefahren.

Gegen 16Uhr kommt der Verkehr etwas ins Stöcken, so beschließe ich zu tanken. Der Preis liegt bei unter 70Cent/l. Alles läuft rund bis ich mit der Kreditkarte zahlen möchte. Plötzlich hatte ich den Betrag in CHF vor mir, obwohl ich den Betrag in TL bestätigt habe.

Es geht mir so auf dem Sack, dass die Juden versuchen sich am Wechselkurs zubereichern und dass die EU hierbei tatenlos zuschaut. Es ist eine Plage gewaltigem Ausmaß! – Einer muss mal Aufstehen und Einhalt gebeten.

Also bezahle ich Bar, lasse den Betrag stornieren und rufe noch die KreditkarteFirma in der Schweiz an. Leider sind die Schweizer überheblich, arrogant und überhaupt nicht hilfreich, das es in den Himmel stinkt. Was für ein hässliches Volk!!!

Die Landschaft ist wunderschön, es ist sehr schade, dass ich nicht mehr von der Türkei sehen kann.

Gegen 18 Uhr komme ich an mein Zielplatz an. Ich frage Einheimische, die zufällig natürlich aus Deutschland kommen, ob der Platz den gut zum Übernachten geeignet sei – die kurze Antwort, es geht so. Naja, für eine Nacht sollte es wohl gehen. Kaum bin ich eingerichtet, da kommt schon ein Brautpaar vorbei zum Fotos machen.

Ich füttere den Gemüts Hund zwei Stücke meines alten Brotes und er ist mein neuer bester Freund 😉

Sonnenuntergang und Abendstimmung.

Ich bin schon langsam sehr müde und halb am einschlafen im Kampingstuhl, da tritt mir etwas schweres auf den Fuss – es ist mein grosser Hundefreund von vorher und er legt sich direkt neben mir, als würden wir uns seit eh und je kennen 😉

Ich bekomme noch eine Nachricht von einer App mit der ich heute Morgen herumgespielt hatte um die Autobahngebühr zu zahlen. Ich lasse es von meiner GoogleTranslate auch gleich übersetzten. Anscheinend habe ich es irgendwie geschafft, dass der Betrag von meiner Kreditkarte abgebucht wird und ich nicht mehr Bank oder Post aufsuchen muss. Hurra 😉

Das ist wohl der dritte Highlight, nachdem ich den Kreditkartenbetrug einhalt geboten hatte und mir unterwegs gut 2kg blaue und grüne Trauben für zusammen 2€ gekauft hatte.

Um 23h werde ich gefühlt von drei verschiedenen Lautsprechern beschallt und es hat noch über 32°C. Irgendwie nicht die richtige Kombination zum Schlafen. Ich beschließe noch 1h wach zubleiben, dann kann ich wenigstens Matthias zum Geburtstag gratulieren.

Die Nacht war erstaunlich gut, ich habe einfach geschlafen bis 8 oder gar 9 Uhr.

Noch ein Foto zum Abschied und ich bemerke, dass meine Leiter hinten schief ist. Baum?

Podgorica, am Fluss Moraca

Mein erster Zwischenstopp war ein Kriegsdenkmal. Kaum stehe ich, da kommt ein älterer Herr auf mich zu. Vermutlich hat er auch noch im Krieg gekämpft. Ich verstehe so gut wie nichts. Aber er bietet mir Tabak und Schnaps an, was ich beides ablehne.

Was mir bei der Stadtdurchfahrt auf fällt ist die Botschaft von Palestine. Ich weiss nicht mal ob Deutschland das Land Palestina überhaupt anerkannt hat.

Ein Stück weit der Stadt hinaus komme ich am Fluss vorbei.

Auf der linken Seite ist noch eine römische Ausgrabungsstätte vom 5-6Jh. Zufällig ist das Tor offen und ich bin der einzigste Besucher, ausser der Schildkröte 😉

Ich plane für morgen die Fahrt ins Kloster Ostrog. Da ich etwas Bedenken mit der schmalen Strasse habe, möchte ich schon sehr früh los, damit möglichst wenig Verkehr ist.

Den restlichen Tag verbringe ich am Fluss.

Rijeka Crnojevica, Anlegestelle

Heute geht’s zu erst zum Tanken und dann zu einer Flussschleife. Die Flussschleife ist eins der bekanntesten Motive von Montenegro.

Die Fahrt ist etwas gewöhnungsbedürftig, es geht gut am Rand herunter. Ich schleiche im 2.Gang herum und hoffe, dass kein Gegenverkehr kommt.

Ich sehe noch zwei süße Hundekinder und bevor die mich um den Finger wickeln fahr ich weiter.

Etwa 10km weiter komme ich in ein kleines Dorf mit Brücke und sehe mich etwas um.

Keinen Kilometer entfernt ist ein kleine Anlegestelle, die fahre ich gleich an.

Leider kommen kurz nach mir noch zwei Wägen aus der Deutschen Hauptstadt an. Marke ritschKabumm, wir Scheissen in den Wald, parken alles zu. – Wenn ich mir das noch mals überlege, Schlangen sind eigentlich gar nicht so schlimm.

Ich entschließe mich für einen Spaziergang zur alten Burg und in die Stadt.

Abends kamen die Moskitos und ich mache schnell alles dicht.

Die Nacht war angenehm, ich hab gut und lange geschlafen.

Heute gibts die Möglichkeit eine Bootsfahrt zu machen. Die Tour geht 2h und kostet 75€. Die 75€ gehen durch 3 Leute, so kostet die Tour 25€+4€ Naturschutz.

Nachdem schönen Ausflug geht’s weiter.

Vranjina, am Fluss

Bei der Rausfahren vom alten Platz wäre ich fast über eine Schildkröte gefahren. Aber die Schildkröte hat sich schneller aus dem Staub gemacht, als wie ich sie über die Strasse tragen kann 😉

Die Strecke geht durch einen über 4km langen Tunnel, dafür spare ich mir viel Passstrasse und kostet gerade 5€.

Das Ziel verfehle ich erst mals, kann aber nach 4km wenden und im zweiten Versuch passt es.

Ab Sonnenuntergang fängt die ganze Luft an zu brummen – Moskitos! Ich versuche noch mich in Sicherheit zu bringen, aber ein paar Moskitos sind mit rein gekommen.

Gegen 4:30 Uhr bin ich wach und schaue mir den Sonnenaufgang an.

Gegen 7 Uhr kommen die Kühe vorbei. Den zweiten Tag verbringe ich geruhsam am Wasser. Abends treffe ich noch zwei Mönche, die sehr gut deutsch und englisch Sprachen. Sie leben etwas 400m Flussabwärts, aber es ist nur mit dem Floss erreichbar. Die einzigste Schlange auf die man achten sollte ist die Hornnatter Schlange, da diese giftige ist.

Abends gehe ich immer zum nächsten Laden. Erstaunlich was man da für 2€50 alles bekommt 😉

Nach zwei Tagen und den vielen Schlangen Sichtungen, drei verschiedene hab ich gesehen und den Geschichten von der Pfarrer hab ich die Nase voll 😉

Sveti Nikola, Kirche

Heute geht es zu erst zu Bojana Island, eine Mündungs Insel zwischen Montenegro und Albanien.

Ich mache an der Brücke stop und schau mir erst mal die Gegend an.

Ich finde auch eine Schildkröte, die die Strasse über queren möchte. Ich dachte, ich trage die Schildkröte über die Strasse, aber die Schildkröte muss mich kommen gesehen haben und hat von selber kehr gemacht und ist im Strassenrand verschwunden.

Anscheinend lassen sich Schildkröten sich nicht so einfach retten und von mir erst recht nicht 😉

Ich finde eine art von Kampingplatz und gehe erst mal gemütlich essen.

Danach gehe ich den Strand entlang, bis ich vor Albanien stehe.

Nach dem Spaziergang bin ich ziemlich fertig, aber ich fahre noch 5km raus zu einem ruhigen Ort.

Die Nacht war sehr leise, am Morgen höre ich Schafe und Kühe an Rosali vor bei ziehen.

Ich mache mir Frühstück und schaue mir die Gegend etwas genauer an und finde noch einen Bunker aus Jugoslawiens Zeite.

Es sind drei Arbeiter bei der Kirche. Ich sage kurz hallo und verschwinde auch gleich wieder.

Vau i Dejës, am Fluss

Heute geht es nur ein Stückle weiter, raus in die Natur.

Der Platz ist an einer Nebenstrasse bei einer Brücke am Fluss. Ich mache mich gleich auf die Gegend zu erkundigen.

Als ich auf dem Rückweg zwei Ferkel sah, dachte ich schon, oh Glück gehabt.

Kaum sitze ich in Rosali beim sehr späten Frühstück und ich höre ein Grunzen draußen.

Die Bache mit den zwei Ferkel kommen mich besuchen. Eins der Ferkel probiert sogar meinen heissen Kaffee, den ich auf dem Boden gestellt hatte um die Kamera zu halten, aber quittiert es mit einem aufgeregten ‚Iiick!‘

Ich gehe gerade Holz suchen, für vielleicht ein Lagerfeuer und mir kommt eine Schildkröte entgegen.

Ich mach noch ein paar Bilder vom schönen Sonnenuntergang, ich bin wieder sehr sehr froh aus der Stadt draußen zu sein. Ja die Stadt ist sehr schön und man kann in 100 Läden einkaufen gehen, aber Natur gibts in der Stadt keine.

Zurück zu Rosali höre ich plötzlich Kühglocken und als ich mich umdrehe, schauen mich schon ein paar Kuhaugen an.

Sowas nennt man wohl Feierabend Verkehr in Albanien 😉

Die Nacht war herrlich, die Frösche haben mir noch ein Ständchen gequakt und ich bin gleich eingeschlafen. Um 2 Uhr hat mich der Vollmond kurz geweckt, aber ich war zu faul zum Aufstehen.

Am morgen merke ich, dass türkischer Kaffee viel zu fein ist für meine Kaffeemaschine. Das sieht dann so aus:

Mit schwerem Herzen, verlasse ich den Platz. Hier ist Natur pur und sehr freundliche Menschen, die beim vorbei fahren freundlich winken und Hupen.