Vahanavank, Picknickplatz

Heute geht es nur ein paar km aus der Stadt hinaus.

An einer Tankstelle mache ich Tankstop. Trotz den Bergen, liegt der Verbrauch bei guten 10,5l. Der Dieselpreis liegt bei 480dram/l, was 75Cent/l sind. Die beiden Jungs von der Tankstelle sind von Rosali begeistert und mache fleißig Fotos und Videos.

Da ist ein Kloster und daneben ein Picknickplatz.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wahanawank

Meine erste Idee war es direkt vor dem Kloster zu parken. Leider hat es da kaum Platz für 3 Autos und ich brauche für Rosali zum wenden schon etwas Platz. Also beschließe ich zum Picknickplatz zu fahren. Da gibt es leider nur einen für mich erreichbaren Platz, alles andere finde ich zu steil und der Untergrund ist staubige Erde.

Ich bocke Rosali rechts auf, dann stehe ich wenigstens gerade.

Ich gehe das Kloster besuche. Von aussen sieht das Kloster eindrucksvoller aus wie von Innen.

Als ich zu Rosali zurück komme, sehe ich über 6 Autos herum stehen. Eine armenische Familienfeier ist im Gange 😉

Das gute daran ist, dass man ständig irgendwelche Sachen geschenkt bekommt. Äpfel, Melone und vermutlich Alkohol. Den letzteren habe ich dankend angelehnt.

Kurz bevor meine Nachbarn gegangen sind, haben sie mich noch mit Lavasch Brot, gekochten Kartoffeln, Käse und Schweinefleich, Bauch und Rippchen, überhäuft. Sehr gastfreundlich.

Abends halb acht

Heute ist der 1. September und eigentlich die Einreise im Iran geplant. Leider ist der zweit Pass mit Iranvisum noch auf dem Postweg. Wo genau weiß keiner.

Unverständlicher weise, hat die Frau vom Visaamt den Pass nicht per DHL Express geschickt, sondern eingeschriebene Post.

Gespräch mit Postmitarbeiter

Mit anderen Worten, die Post weiss gar nichts und startet frühestens am Freitag, den 3 September einen Nachforschungsantrag.

Das Problem ist, dass ich nur bis 1 September geplant habe in Armenien zu bleiben. Meine Versicherung läuft am 10 September und Ökotax läuft am 11 September aus.

Das heißt am 10 August muss ich Ausreisen. Wenn bis dahin der Pass noch nicht da ist, dann nach Georgien.

Das heißt, ich müss wieder, spätestens am 9 September, einen PCR Test in Erivan machen lassen um nach Georgien auszureisen.

Die Nacht war sehr gut, es ist das erste mal, dass ich unter Bäumen geschlafen habe. Die Luft ist gleich viel besser, CO2 Wert unter 400ppm und es singen Vögel am Morgen 😉

Am Morgen gibt es Melonen satt und einen kleinen Apfel.

Da ich momentan alleine hier bin, wasche ich auch gleich meine Haare und Dusche.

Danach packe ich alles zusammen und fahre raus. Einen halt mache ich noch an dem alten Schlachthof. Wie fast überall in ehemaligen Sovietländern schließen viele Firmen.

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Jvari, am Kloster

Der Regen ist sofort weg und die Strasse trocken. Ich fahre auf die gleiche Strasse wie vor 3 Jahren. Hier sind die Chinesen immer noch am Bauen, fortschrittlich nicht erkennbar.

Ich erreiche die Autobahn und es geht zügig vorran. Nach einer Stunde sehe ich ein Schild 4km zu irgend etwas und fahre einfach raus. Natürlich gibt es keine Folgeschilder und ich stehe erst mal etwas bedeppert da. Okay, pinkel Pause und Grauwasser kann ich auch gleich entsorgen.

Ich schaue in meine App unter Attraktionen und sehe eine Stalin Statue neben einer Kirche und fahre einfach hin. Es ist in einem kleinen 110 Menschen Dorf mit dem Namen: Tsromi.

Ich gehe in die Kirche, die wohl aus den 17/18 Jh stammt. Zwei Jugendliche begleiteten mich und zeigen mir die Kirche.

Was man leicht über sieht, es gibt noch einen zweites Stockwerk, die Treppe ist wohl noch original. Es fehlen natürlich auch Geländer und sonstiges überflüssiges. Im zweiten Stock gibt es auch kleine Löcher in der Wand, hier konnten sich Familie im inneren der Kirche sich verstecken bei Gefahr. Letztes mal wurde es während der Stalinzeit als Versteck benutzt. Vermutlich 2WK.

Ausserhalb der Kirche hinter dem Altar gibt es eine Abdeckung und ein darunterliegendes Loch. Angeblich führen hier zwei unterirdische Wege zum Fluss und in die Berge.

Zurück zu Rosali sehe ich auch neben einem Laden, in dem ich mir ein Brot für 1 Gel/30Cent kaufe, die Statue von Stalin.

Weiter geht’s Richtung Tiflis und meinem heutigen Stellplatz.

Ich sehe in der Ferne eine Burg oder Kloster und schau auf der Map, ob es da eine Strasse gibt und entscheide mich spontan für den Berg.

Der Ausblick ist schön und ich mache einen Ausflug zur Kirche. Da wohnen die süßesten kleine Welpen.

Die Kirche ist aus dem 6Jh. Oder besser gesagt, seit dem 6.Jh existiert hier eine Kirche.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dschwari_(Kloster)

Der Abend ist windig, eigentlich wollte ich mich schon um stellen, aber bei Dunkelheit zu fahren habe ich auch keine Lust.

Ich schlafe fest wie im Kinderwagen – Rosali wird leicht vom Winde durchgeschüttelt.

Ich wache bei Sonnenaufgang auf und mache ein paar Fotos, fast alleine hier oben.

Zwei Frauen bringen Hüner mit zur Kirche, ich bin gespannt was passiert und folge ihnen. Die Hühner werden hinter der Kirche freigelassen. 5 min später sind die Hühner verschwunden. Ob Wunder oder Hund und Höhe, wer weiß 😉 Auf jeden fall war es höchst interessant die Hühner mit zu erleben.

Ich bin gerade fertig mit Frühstück, da läuft jemand ums Auto und stellt sich als meinen Nachbar vor. Er ist Ugure aus Kasastan, lebt in Georgien und spricht etwas Englisch.

Wir gehen zusammen um 9:30 in die Kirsche und er übersetzt für mich. Zu erst war hier ein Baum, dann wurde ein Kreuz errichtet, im 5 Jh die kleine Kirche und im 6Jh die jetztige grosse Kirche. Der innen Raum ist noch original vom ersten Kreuz.

Beim raus gehen sehe ich auch eins der Kühner wieder. Mindestens ein Huhn hat es bis jetzt überlebt.

Ich lade mein Nachbar noch zu einem Kaffee in Rosali ein. Er vermietet Vans für 50$/Tag. Mein Nachbar hat noch was in Tiflis zu tun und lädt mich ein mit zukommen. Ich lasse Rosali abgeschlossen stehen und steige bei ihm ein.

Wir sehen eine Seilbahn und fahren hoch, hier ist der Ausblick gewaltig.

Es gibt hier auch eine Judengasse.

Am Platz der Freiheit, Hl. Georg gehen wir wieder zum Auto.

Und wir fahren zu einem Georgischen Restaurant.

Wir fahren noch zum Denkmal, der Geschichte Georgiens.

Das Monoment ist zu groß um es auf ein Bild zubekommen.

Bevor wir zu Rosali zurück fahren, gehe ich noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen.

Zurück zu Rosali gibt es noch Kaffee, Kuchen und eine super Aussicht.

Versunkene Kirche Mavrovosee, Parkplatz

Die Trennung ist mir schwer gefallen. Auf dem Weg zurück zur Hauptstraße entleeren ich das Grauwasser und mache noch ein Abschiedsbild von der Gegend und mein Herz ist schwer.

Auf der Autobahn sehe ich schon die Gewitterwolken heranrollen und ganz hinten auch schon abregnen.

Auf der Höhe des Passes ziehen sich noch mehr Wolken zusammen.

Um 13Uhr erreiche ich mein Ziel für heute. Ich habe heute 6 mal Maut bezahlt. Zwischen 60Cent und 2€50 jemals.

Das Ziel ist eine Kirche am,im oder unter Wasser, je nach Stand des Staudamms.

Kaum parke ich ein, so fängt ein Regen an und ich lege mich erst mal ins Bett 😉

Ich dösen vor mich hin und wache erst nach 19Uhr auf. Der Regen ist vorbei und Ich will noch einen Spaziergang machen zur Kirche und an den See.

Gegenüber ist ein gutes Restaurant, aber auch nach dem Spaziergang habe ich keinen Hunger. Etwas zu bestellen und ohne Hungergefühl zu essen finde ich nicht richtig, obwohl ich noch massenhaft mDinar übrighabe. So ziehe ich mich in Rosali zurück.

Für Morgen steht ein größeres Programm auf dem Plan:

  • Dt. Gasflasch auffüllen lassen an einer Tankstelle. Liegt auf dem Weg zum Ohridsee.
  • Einkaufen. Ich brauche eigentlich alles, ausser Käse. Besonders Trinkwasser in Flaschen ist leer.
  • Wenn es geht möchte ich mir noch eine Daten SIM Karte für Mazedonien kaufen.

Bin mal gespannt was ich erledigen kann. Wenn ich keine Daten SIM bekomme, dann könnte ich auch über Albanien nach Griechenland einfahren. In Griechenland, EU sollte ich dann wieder iNet haben.

Die Nacht war gut, ich habe von 15Uhr, abgesehen die 2h Spaziergang bis 7 Uhr geschlafen, also 14h und ich fühle mich immer noch müde. Das klingt nach einer Grippe.

Meist spüre ich erst nach der Hälfte der 7-8 Tagen Grippe, dass ich überhaupt eine Grippe habe. D.h. ich muss mich wohl vor 3-4 Tagen erkältet haben.

Ich setzte mir Kaffee auf und bringe den vollen Müllsack weg. Nebenan sind zwei Müllkontainer, erst dachte ich die sind privat und verschlossen, aber die Kontainer sind mit einem Riegel wohl nur gegen Hunde gesichert.

Hinter meinem Duftspender hat eine Wespe ein weiteres Nest gebaut. Ich denke ich werde es beobachten.

Kaum hab ich den Fuss in Rosali, fängt der Regen an und ich mache die Tür gleich wieder zu. Ein Gewitter zieht über uns hinweg. Blitz und Donner, dazu kräftiger Regen. Auf der Straße ist ein kleines braunes Bächlein zu erkennen.

Ich werde mal in Ruhe das Gewitter abwarten. Laut Maps.me sind in 250m und in der anderen Richtung in 950m Läden. Sobald der Regen abschwächt werde ich einen Spaziergang machen.

Ich gehe zum Laden und kaufe mir sieben Eier, Laib Brot und Wurst für 210Dinar, was 3,50€ sind.

In Rosali gibts weiches Ei, sehr leckeres Brot, Käse, Wurst und den zweiten Kaffee.

Um 10Uhr30 bin ich abfahrbereit, Ziel Tankstelle zum Gasflasche füllen.

Prolom Bazen, Heilwasser und Wasserfall

Auf dem Weg heute habe ich an einem alten typischen Haus gehalten.

Hier bestehen die Häuserwände aus geflochtenen Ästen, die dann mit LehmStrohgemisch verkleidet werden.

Eigentlich wollte ich heute ins Schwimmbad gehen, deshalb bin ich zum SPA gefahren und habe auch einen brauchbaren Parkplatz gefunden.

Auf den Blick bei den Parkplätzen ist alles Randlos belegt, da hab ich keine Lust mich mit 100 anderen ins gleiche Wasser zu setzten, also gehe ich mal die Kirche gegenüber anschauen.

Weiter geht’s zu einem Wasserfall, da stolpere ich leider über einen Ameisenhügel.

Rück-zug, haben die Ameisen ihre Eier in Sicherheit gebracht.

Weiter geht’s auf sehr interessanten Pfaden zum Wasserfall.

Beim Wasserfall entdecke ich auch einen sehr guten Stellplatz für Rosali.

Auf dem Weg zurück zu Rosali, komme ich am Friedhof vorbei und ab da gehts auf kleine Pfande zurück. Ich finde auf dem kleinen Weg ganze fünf verschiedene Schildkröten. Die meisten versteckten sich als ich an kam, nur eine war gerade am Mittag machen und ließ sich nicht stören

Zurück zu Rosali, lösche ich erst mal meinen Durst mit gut 1l schönen kaltem Wasser. Dann plane ich mein Umzug. Das Problem ist, die Weggabelung ist sehr eng und ich möchte da nicht fest stecken. Also beschließe ich etwa 2km weiter bis zur Wasserflaschenfrabrik herunter zu fahren, da zu wenden und anschließend relaxed zum Ziel zu fahren.

An dem Neuen Platz kann ich sogar ein kleines Feuer anzünden. Am Abend sind wieder ein Haufen Leuchtkäfer in der Luft, dazu ein sehr schöner Sternenhimmel.

Die Nacht war mit 16°C sehr angenehm und ich hab geschlafen wie ein Murmeltier. Am nächsten Morgen kommt eine Katze angemaut, was wie mir damit sagen möchte bleibt für immer ihr Geheimnis, trotzdem folge ich der Katze.

Ich finde zwei Hüftknochen und eine Schildkröte, die vermutlich im Sand eines Wasserlaufs, ihre Eier ablegt.

Dannach gibt es wieder ausgiebig Frühstück.

Den Nachmittag verbringe ich mit Papierkram. Das Cornet will vorbereitet werden und das Iran Visum auch.

https://saschawill3.home.blog/home/reise-iran/carnet-de-passages-cdp/

Dazu muss ich noch Geld von der Schweizer Bank überweisen werden. Es sind 5330€ für das CdP. 330€ sind Gebühren, die 5000€ bekomme ich zurück, wenn Rosali wieder in der EU ist.

Das Iran Visum ist mühsam, bis jetzt hab ich 7 eMail bekommen, aber noch nichts Konkretes. Evtl. muss ich eine andere Firma nehmen.

Am Nachmittag wasche ich meine Haare und dusche mich, seit dem werde ich von allen Schmetterlingen belagert.

Als die Sonne etwas tiefer steht, gehe ich noch zur Kirche von Lazarus.

In der Nähe finde ich noch ein älteres Bauernhaus und wohl etwas wie eine lokale Kläranlage.

Zurück zu Rosali, werde ich von der Katze angemaut. Ich teile mit ihr mein geräucherte Fleisch und das scheue Vieh springt sogar hinter meinem Rücken in Rosali rein.

Morgen geht’s früh an die 30km entfernte Grenze zum Kosovo, ich hoffe ich kann bis zur Grenze noch Serbisch Dinare ausgeben, davon hab ich noch einige. Für Kosovo muss ich für 14 Tage Versicherung 15€ bezahlen.

Ich habe noch einen halben Tank voll, trotzdem überprüfe ich mal die Diesel preise in €/l stand Juli 2021

  • Serbien: 1,36
  • Kosovo: 1,00
  • Nord Mazedonien: 1,01
  • Griechenland: 1,35
  • (Bulgarien: 1,07)
  • Türkei: 0,72

Das heißt für mich, Kosovo tanken und Nordmazedonien tanken, dann bis Türkei durch fahren und wieder Tanken 😉

Den Abend schließe ich wieder mit Glühwürmchen, Sternenhimmel und Lagerfeuer.

Die Nacht war super ruhig und mit 16°C sehr angenehm kühl.

Am Morgen um 7Uhr begrüßt mich schon die Katze mit Mau und ich mache mir noch einen Kaffee. Langsam hab ich mich an den Türkischen sehr feinen Kaffee gewöhnt und bekomme einige massen guten Kaffee hin.

Sveti Nikola, Kirche

Heute geht es zu erst zu Bojana Island, eine Mündungs Insel zwischen Montenegro und Albanien.

Ich mache an der Brücke stop und schau mir erst mal die Gegend an.

Ich finde auch eine Schildkröte, die die Strasse über queren möchte. Ich dachte, ich trage die Schildkröte über die Strasse, aber die Schildkröte muss mich kommen gesehen haben und hat von selber kehr gemacht und ist im Strassenrand verschwunden.

Anscheinend lassen sich Schildkröten sich nicht so einfach retten und von mir erst recht nicht 😉

Ich finde eine art von Kampingplatz und gehe erst mal gemütlich essen.

Danach gehe ich den Strand entlang, bis ich vor Albanien stehe.

Nach dem Spaziergang bin ich ziemlich fertig, aber ich fahre noch 5km raus zu einem ruhigen Ort.

Die Nacht war sehr leise, am Morgen höre ich Schafe und Kühe an Rosali vor bei ziehen.

Ich mache mir Frühstück und schaue mir die Gegend etwas genauer an und finde noch einen Bunker aus Jugoslawiens Zeite.

Es sind drei Arbeiter bei der Kirche. Ich sage kurz hallo und verschwinde auch gleich wieder.