Fähre Ancona Igoumentsa

Den Fährhafen hab ich gegen 13Uhr erreicht.  Da geht es zum CheckIn. Fibermessen, eMail der Buchung und Anmeldung bei http://travel.gov.gr.

Dafür gibt es dann die Tickets und einen Aufkleber für die Windschutzscheibe.

Nach 14 Uhr darf ich dann auch zur Warteparkplatz fahren, dann 16Uhr warten bis das Schiff MS Florencia kommt.

Beim Ausladen sehe ich wie viele LKWs aufsetzen, deshalb blase ich meine Balgs auf 4.5bar auf, naja die Anzeige meint was anderes.

Alles ist etwas hektisch, keine Ahnung ob ich jetzt aufgesessen bin oder nicht. Naja, ich bin auf dem Schiff. Um 19 Uhr 30 sollen wir ablegen, halbe Stunde später als im Plan und morgen um 17Uhr sollen wir in Igoumentsa sein.

Die Nacht war erstaunlich gut, ich hab mich quer über vier Sitze zum Schlafen gelegt. So lange keiner lauter Schnarcht ist es okay. Ich habe von 21Uhr bis 1Uhr und dann durch bis 7Uhr durch geschlafen.

Seit 1Uhr haben wir wohl Kroatisches Netz, ich habe eine eMail mit der Passenger Locator Form (PLF) bekommen, die man für die Einreise braucht.

Ob ich doch noch einen RT-PCR Test brauche, wird sich bei der Einreise zeigen.

Griechenland ist 1h vor Deutschland. Hier ist 6:25 Sonnenauf- und 20:47 Sonnenuntergang,  wenn es gerade nicht Regnet. Laut Willi, der gerade in Albanien ist, der erste Regen seit längeren. Der Wetterbericht sagt mehr Sonnenschein voraus. Ich habe sogar leichten Sonnenbrand an den Oberschenkeln 😉

Vom Board ging es schnell, auch wenn ich wohl beim Wenden etwas rotes hinten tuschiert habe. Kein Schnell Test, kein PCR Test, keine Polizei Kontrolle- rein nichts.

Da ich doch recht müde bin, fahre ich nur 10min zu einem Parkplatz außerhalb der Stadt. Unterwegs finde ich noch eine Bäckerei und die Dame spricht sehr gutes Deutsch – ich leider kein Wort Griechisch.

Ich näherte noch einen Knopf an meine verrissene kurze Hose, glaube das wars für heute, jetzt freue ich mich auf Abendessen Tomatensuppe, Tee und Kopfkissen.

Der Blick nach Igoumentsa ist wirklich schön

Ich hab geschlafen wie ein Bär. Blick aus dem Bed, Lage okay, Wetter bestens, Stimmung top!

Schlafzimmer Blick

Es gibt Frühstück mit Kaffee und nebenbei mache ich eine Routen Planung. Um halb zehn komme ich schon leicht ins Schwitzen, ich muss mich noch an die Wärme gewöhnen 😉

Gegen 13 Uhr geht’s langsam los Richtung Albanien. Mal schaun was offen hat und was nicht.

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Torriana, Burgo di Scorticata

Die Fahrt raus aus Venedig war gut, wenn man davon absieht, dass der gemeine Italiener Schilder wie 30, 40 oder 50 km/h genau so wie Überholverbot einfach ignoriert. Das Wetter ist auch super, wir haben 22°C und die Wolken verziehen sich.

Das Letzte Stück hat es in sich, hier geht es 18% den Berg hinauf, aber es lohnt sich.

Die Aussicht ist Fantastisch und das Wetter spielt mit. Nach einem Abstecher zur Burg beschließe ich meine Haare zu waschen. Sonne, Wind helfen beim trockenen.

Es gibt Essen, Brot aus Bayern, Wurst uns Käse aus Österreich und Italien dazu noch ein weiches Ei vom Hagberg aus Gschwend, so schmeckt mir Europa.

Morgen hab ich noch 120km und etwa 2.5h vor mir. Die Fähre geht um 19Uhr. Um 16h möchte ich aber schon da sein, falls das Schiff nicht da ist, wo es mein Navi vermutet. Also sollte ich spätestens um 10h los, dann hab ich doppelte Reserve. Tank ist auch noch halb voll, da komme ich mit dem Öschi Diesel bis nach Griechenland.

Ich genieße noch die schöne Aussicht mit den vielen Lichtern, dann geht’s ins Bett.

Am Morgen stelle ich mir Kaffee auf und sauge nebenbei Rosali auf. Es stinkt! – Mist Kaffee ohne Wasser aufgesetzt 😦

Natürlich schmilzt der Putzlappen beim Versuch die Kanne zu öffnen und verbindet sich für immer mit dem Metall der Kanne. Ich stelle die Kanne erst mal ins Wasser im Spülbecken zum Abkühlen. Beim öffnen kommt mir auch gleich der Dichtring entgegen und das alles vor dem Kaffee 😦

Zum Glück habe ich noch von Spanien Dichtringe dabei. Auf der Verpackung steht zwar drei Ringe drauf, aber ich finde sogar vier Dichtungsringe in der Schachtel-das Glück wendet sich 😉

Nach erfolgreicher Operation und ersten Kaffee, leere ich noch Mülleimer und überprüfe ich den Ölstand, der auf MAX ist.

Toller und ganz spezieller Platz, der ist auf der Bestenliste weit oben. Um 9Uhr heißt es Abschied nehmen is geht zur Fähre nach Ancona.

Lido de Venezia

Der Morgen ist recht bewölkt und die Strecke ist sehr heraus fordernd. Ich glaube da waren auch 3m Tunnel dabei. Da bei mir nichts gekratzt hat, ist da noch eine Sicherheitsbereich dabei.

Nach anderteinhalb Stunden im Stark Regen hab ich Schnautze voll und mache einen Stop bei Lidl.

Wasser hat 22% Steuern ?!?

Ich lade 4x6x2l=48l Wasser und ein paar Sachen die im Angebot waren ein.

Der Regen hat aufgehört und sogar die Sonne scheint durch. Die Strassen sind jetzt auch wunderbar gross und flach 😉

Ich nährere mich Venedig, leider ist das Fährticket 33,50€ einfach, Arschteuer und natürlich streiken gerade die Itaker. Selbst der Expresso kostet hier 1,10€, glaube das war mein erster und letzter in Italien.

Langsam bereue ich es, dass ich unbedingt nach Venedig wollte. Der Spruch sollte heissen:

Einmal Venedig sehen und in Armut sterben.

Ich benutze die Fähre als Touristentour 😉

Ich finde auch sofort einen guten Stellplatz:

Ich gehe mich etwas umsehen, erst Kirche dann zum Strand.

Zurück zu Rosali, gibt es erst mal was zum Essen. Danach setzte ich noch an den Kanal auf dem Campingstuhl und genieße die Aussicht mit heißem Tee.

Kurz vor Sonnenuntergang kam noch mal die Sonne durch. Gegen 21 Uhr bin ich Müll wegbringen gegangen, dann fing auch leichter Nieselregen an und ich verziehe mich in Rosali 😉

Die Nacht war super, am Morhen wurde ich von vorbei fahrenden Booten geweckt.

Ich mache mich auf dem Weg zur Fähre und verfahre mich total, da das Navi mich auf die Fußgänger Fähre leitet. Zum Glück geht der Verkehr, dass ich mich neu orientieren kann.

Es hat sich gelohnt die 67€ auszugeben 😉

Durch Österreich Mai

Die Nacht beim Josef war super, spielen mit Männerspielzeug macht einfach Spass, dann noch Lagerfeuer und Stories von Reisen – was braucht das Männerherz mehr 😉

Nach dem ersten Kaffee verabschiede ich mich herzlich von allem und fahre Richtung Österreich. Ich bekomme noch Warnungen vor Österreich mit auf dem Weg.

In Tittmoning mache ich einen kurzen Stop. Die Stadt sieht ganz nett aus und ich geh Käse, Brot kaufen und die Kirche anschauen.

Der Tankanzeige geht an und ich bin kurz vor Österreich. An der Grenze werde ich gefragt wozu ich einreise: ‚Italien,  Fähre Griechenland‘ – die Antwort kurz und bündig: ‚Passt!‘ 😉

Kaum bin ich aus der Ortschaft draußen,  wird vor mir die Straße voll gesperrt. Ich dachte erst einen Hinterhalt der Raubritter, aber bei genauerem Betrachtet, sind da drei Öschies am Berg abklopfen 😉

Weiter geht die Fahrt zur Tauernbahn.

Ich mache noch halt an einem Laden und kaufe noch etwas Wurst ein.

Weiter geht’s den Berg hinauf zum Plöckenpass. In der letzten Ortschaft vor Italien, mache ich noch mals den Tank voll. Etwa 200km bin ich durch Österreich gefahren.

Ich bin müde, aber hier möchte ich nicht übernachten. Ich finde einen Platz 450m Höhenmeter tiefer und nur 7km entfernt.

Der Betreiber des Platzes hat auch die Bar. Dort, im Freien, sitzen 4-5 Arbeiter beim Bier, Schulder an Schulder, auf der Bank – von hier aus hat sich also Corona verbreitet? Oder waren das nur die, was es am schlimmsten erwischt hat. Sehr seltsam 😉 Der Platz kostet zwar 5€, dafür stelle ich mich aber mit sehr ruhigem Gewissen an den Platz 😉

Ich Fresse noch eine Schneise durch die Wurscht, Käse und Brot. Der Regen fängt an und nach zwei Tassen Tee bin ich platt und Bett reif.

Morgen will ich das Meer anfahren, vielleicht Venedig, bevor die ganzen Touris Herden kommen? Außerdem dringend Wasser in Flaschen bunkern und Butter 😉

Die Nacht war herrlich, Regen von oben und das Rauschen des Baches, ich war sofort, mit einem Lächeln im Gesicht, eingeschlafen.

Nach dem ersten Kaffee geht es weiter.