Haghpatavank, Dorf

Heute ging es gleich nach dem ersten Kaffee los.

Die Fahrt durch Tiflis kannte ich ja schon von gestern. In 2 Stunden hatte ich die Grenze erreicht.

Durch Georgischen Kontrolle komme ich zügig, die wollen nur Pass, Fahrzeugschein und Führerschein sehen. Es wird zwar nach Georgischer Versicherung gefragt, aber nicht Kontrolliert.

Bei den Armeniern muss ich erst zum Dokter, der gibt mir einen Zettel, da ich wohl gesund aussehe.

Pass, Fahrzeugschein und kurze Kontrolle: Willkommen in Armenien 😉

Jetzt muss ich noch eine ÖkoSteuer bezahlen, dazu muss ich erst an die Bank und dann mit dem Wisch zur Ausgabestelle.

Nach den ersten KM tritt mich fast der Schlag. Die Strecke ist nicht viel mehr wie ein Acker, zum Glück nur ein kurzes Stück.

In Alaverdi mache ich Rast. Besorge mir Bargeld und zwei SimKarten von MTS, je 10 GB für je 5000dram was 8,70€ sind.

Ich bestelle mir an einem kleinem Imbissbude, es ist glaube ich auch die einzigste im Dorf, zwei mit Fleisch gefüllte Teigrollen. Dazu gibts noch etwas, was nach vergorene Milch mit Molke schmeckt. Zum Abschluss noch eine Kartoffel in Teig. Alles zusammen für 1250dram etwa 2€.

Die Stadt, was jetzt ein Dorf ist hatte wohl früher sehr viel Kohle.

Ich kaufe noch zwei geräucherte Fische aus dem Kofferraum eines Autos für je 200dram was lächerliche 35Cent sind.

Es geht etwa 5 km zurück und 5km den Berg hinauf zum Kloster. Ich finde keinen besseren Platz als den Marktplatz und parke hier.

Ich gehe noch am Friedhof vorbei, da sieht man den letzten Krieg noch sehr nahe.

Danach gehe ich erschöpft zu Rosali und esse den frischen Fisch.

Dazu noch Tee und ich bin um 21Uhr schon Bett reif.

Gewitter und Regen kommt.

Die Nacht war mit 17°C erstaunlich kühl auf 1000m. Gestern gingen auch mehrere Gewitter nieder, aber ich schlafe mittlerweile durch alles 😉

Aussicht am Morgen

Ich gehe noch ein Brot für 190Dram kaufen und frage dem Besitzer nach Wasser in Kanister 5l,6l,8l oder 10l. Er deutet auf den Brunnen hin, so fülle ich drei meiner leeren Wasserkanister wieder auf. Beim Brunnen steht auch ein russischer Kamaz.

Bei der Rausfahrt aus dem Dorf fällt mir noch ein Denkmal auf und ich mache einen Stopp.

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Jvari, am Kloster

Der Regen ist sofort weg und die Strasse trocken. Ich fahre auf die gleiche Strasse wie vor 3 Jahren. Hier sind die Chinesen immer noch am Bauen, fortschrittlich nicht erkennbar.

Ich erreiche die Autobahn und es geht zügig vorran. Nach einer Stunde sehe ich ein Schild 4km zu irgend etwas und fahre einfach raus. Natürlich gibt es keine Folgeschilder und ich stehe erst mal etwas bedeppert da. Okay, pinkel Pause und Grauwasser kann ich auch gleich entsorgen.

Ich schaue in meine App unter Attraktionen und sehe eine Stalin Statue neben einer Kirche und fahre einfach hin. Es ist in einem kleinen 110 Menschen Dorf mit dem Namen: Tsromi.

Ich gehe in die Kirche, die wohl aus den 17/18 Jh stammt. Zwei Jugendliche begleiteten mich und zeigen mir die Kirche.

Was man leicht über sieht, es gibt noch einen zweites Stockwerk, die Treppe ist wohl noch original. Es fehlen natürlich auch Geländer und sonstiges überflüssiges. Im zweiten Stock gibt es auch kleine Löcher in der Wand, hier konnten sich Familie im inneren der Kirche sich verstecken bei Gefahr. Letztes mal wurde es während der Stalinzeit als Versteck benutzt. Vermutlich 2WK.

Ausserhalb der Kirche hinter dem Altar gibt es eine Abdeckung und ein darunterliegendes Loch. Angeblich führen hier zwei unterirdische Wege zum Fluss und in die Berge.

Zurück zu Rosali sehe ich auch neben einem Laden, in dem ich mir ein Brot für 1 Gel/30Cent kaufe, die Statue von Stalin.

Weiter geht’s Richtung Tiflis und meinem heutigen Stellplatz.

Ich sehe in der Ferne eine Burg oder Kloster und schau auf der Map, ob es da eine Strasse gibt und entscheide mich spontan für den Berg.

Der Ausblick ist schön und ich mache einen Ausflug zur Kirche. Da wohnen die süßesten kleine Welpen.

Die Kirche ist aus dem 6Jh. Oder besser gesagt, seit dem 6.Jh existiert hier eine Kirche.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dschwari_(Kloster)

Der Abend ist windig, eigentlich wollte ich mich schon um stellen, aber bei Dunkelheit zu fahren habe ich auch keine Lust.

Ich schlafe fest wie im Kinderwagen – Rosali wird leicht vom Winde durchgeschüttelt.

Ich wache bei Sonnenaufgang auf und mache ein paar Fotos, fast alleine hier oben.

Zwei Frauen bringen Hüner mit zur Kirche, ich bin gespannt was passiert und folge ihnen. Die Hühner werden hinter der Kirche freigelassen. 5 min später sind die Hühner verschwunden. Ob Wunder oder Hund und Höhe, wer weiß 😉 Auf jeden fall war es höchst interessant die Hühner mit zu erleben.

Ich bin gerade fertig mit Frühstück, da läuft jemand ums Auto und stellt sich als meinen Nachbar vor. Er ist Ugure aus Kasastan, lebt in Georgien und spricht etwas Englisch.

Wir gehen zusammen um 9:30 in die Kirsche und er übersetzt für mich. Zu erst war hier ein Baum, dann wurde ein Kreuz errichtet, im 5 Jh die kleine Kirche und im 6Jh die jetztige grosse Kirche. Der innen Raum ist noch original vom ersten Kreuz.

Beim raus gehen sehe ich auch eins der Kühner wieder. Mindestens ein Huhn hat es bis jetzt überlebt.

Ich lade mein Nachbar noch zu einem Kaffee in Rosali ein. Er vermietet Vans für 50$/Tag. Mein Nachbar hat noch was in Tiflis zu tun und lädt mich ein mit zukommen. Ich lasse Rosali abgeschlossen stehen und steige bei ihm ein.

Wir sehen eine Seilbahn und fahren hoch, hier ist der Ausblick gewaltig.

Es gibt hier auch eine Judengasse.

Am Platz der Freiheit, Hl. Georg gehen wir wieder zum Auto.

Und wir fahren zu einem Georgischen Restaurant.

Wir fahren noch zum Denkmal, der Geschichte Georgiens.

Das Monoment ist zu groß um es auf ein Bild zubekommen.

Bevor wir zu Rosali zurück fahren, gehe ich noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen.

Zurück zu Rosali gibt es noch Kaffee, Kuchen und eine super Aussicht.

Ubisa, Kloster

Heute geht es eine Mischung aus Autobahnen mit Kühen, die sich recht wohl fühlen.

Stadt, in der ich eigentlich übernachten wollte, aber ich nur zu Mittagszeit eine Pause eingelegt habe.

Ich fahre 30min weiter raus zu einem Kloster und parke auf der Wiese zum Flussbett.

Ich setze mich vor Rosali in meinem Campingstuhl und schlafe wohl ein. Erst die 18Uhr Glocken wecken mich wieder auf. Es gibt eine alte Kirche aus dem 9JH, die ich natürlich auch besuche.

Es gibt auch eine Erklärung dazu, aber die ist wohl auf Georgisch und Russisch.

Als ich auf der Kirche komme, fängt es an zu tröpfeln. Ich schnappe mir noch ein paar, sehr viele Pflaumen vom Baum, so süss und verziehe mich in Rosali zu Leberwurst, Brot, Tee und Datteln.

Ich entsorge noch ein paar ältere Lebensmittel, die ich noch vor der Türkei eingekauft habe und lege die Lebensmittel hinter Rasali ab.

Die Nacht war sehr ruhig bei 20°C und ich habe bis fast 7 Uhr geschlafen. Ich gehe gleich in den Gottesdienst. Die Lebensmittel von gestern sind weg, da war wer sehr hungrig.

Nachdem Gottesdienst gehe ich wieder zu meinem Pflaubenbaum von gestern und Frühstücke ausgiebig Pflaumen, dann schaue ich mir das Dorf etwas genauer an.

Ich wollte im Dorfladen noch Brot und ein paar Sachen kaufen, aber da herrscht gähnende Leere, dafür hat es zwei Bierhähne. Es scheinen hier viele den Drogen verfallen.

Für mich gibt es erst mal Frühstück mit weichem Ei und zwei Kaffee. Staubsaugen und ich schließe eine Versicherung für Armenien ab von 11 Aug bis 10 Sep für 4000 Dram, was etwa 7€ sind.

Zeit auf zu brechen, es fängt an zu tröpfeln.

Batumi, Pier

An der Grenze angekommen verabschiede ich mich von dem Aserbaidschaner und Reihe mich in die Autoschlange ein.

Als erstes möchte jeder das PCR Zertifikat sehen und nach dem auch die eMail gefunden wurde gibt es ein erstes Lächeln. Das heisst ich habe die erste Hürde geschafft.

Einige LKW Fahrer scheinen die Grenze eingenommen zu haben. Erst zögerlich greifen die Grenzpolizisten durch, aber dann richtig.

Ich bekomme eine extra Spur zugewiesen und es geht sehr zügig vorran.

Der Türke prüft nur Pass und Fahrzeugschein. Der George möchte Rosali von innen sehen, interessiert sich für meine Drecks Wäsche.

PCR Test, eMail Einladungen, Covid Impfung das volle Programm bekommt er von mir, dazu Pass, Fahrzeugschein und Führerschein (international und Schweiz) damit ist er mehr als zufrieden und es gibt auch ein Lächeln von ihm.

Die Grenze verlasse ich schnell, da hier meist kleine Ganoven herum hängen, die das schnelle Geld machen wollen. So fahre ich bis zu einem Versicherung/Geldwechsel Punkt aus iOverlander. Dort wechsel ich meine übrigen Türkische Lira und kaufe mir dafür eine Versicherung für 15 Tage für 30Gel, was aber 35Gel kostet. Die 5Gel extra sind wohl Bearbeitungsgebühren. Naja, in der Schweiz würde das sicherlich 50CHF kosten. Gott bin ich froh so weit weg zu sein 😉

Es geht nach Batumi rein. Der Verkehr und die Hitze ist mörderisch. Selbst in meinen Sandalen steht der Schweiß.

Ich wollte den alten Platz anfahren, leider stellt es sich als mittlere Katastrophe heraus. Der Platz ist jetzt Baustelle und es gibt kein Wendeplatz. Ein Ständeverkäufer gibt mir zu verstehen, dass er mir beim Rangieren hilft. Ich denke erst es gibt noch eine bessere Möglichkeit, aber das war es. Wenden auf kleinstem Raum oder 250m Rückwärts fahren bei max 3m breite. Erstaunlicherweise funktioniert es mit der Hilfe des Verkäufers recht gut. Er muss seinen halben Stand abbauen, aber es funktioniert 😉

Ich bedanke mich sehr ausgiebig für seine Hilfe und fahre einen Parkplatz in einer Seitenstraße an. Der 5 Gel pro Tag kostet.

Ich stehe recht zentral und leider auch sehr offen. Auf der Hafenseite wäre wohl die bessere Entscheidung gewesen. Im Hotel gegenüber gibt es heute wohl ein Konzert.

Von der Schweiz bekomme ich endlich Bescheid, dass meine Passfotos in endlich angekommen sind. Warum die jetzt 5 Tage in der Schweiz lagen? Vermutlich hat jetzt jeder Geheimdienst -psst- eine Kopie!?!

10 Tage für einen Brief Türkei-Schweiz

Die Fotos sind jetzt mit dem zweit Pass auf dem Weg zur Visumstelle.

Batumi hat es in sich, ich finde immer wieder neue Sachen die mich faszinieren.

Ich finde auch einen Kleidungsladen, der vermutlich unsere Rotkreuz Keiderspenden für schwarz Afrika verkauft. Es fängt an zu Regnen und ich eile zu Rosali, da ich beide Dachlucken hoffe habe und bei Platzregen es aufs Bett spritzt.

2 THemden und kurze Hose für zusammen 15€

Zum Glück alles trocken 😉 Dafür hat wohl das Konzert begonnen und ich werde in der ersten Reihe mit 80 Dezibel beschallt.

Das ist halt der Nachteil von Städten, der Mensch ist das schlimmste Tier.

Der Morgen beginnt mit einer Diskussion mit einer Joggerin, warum ich auf dem Gehweg parke. Nach dem ich ihr erklärte, dass auf der anderen Strassenseite ein Gehweg ist, ich Geld fürs Parken bezahle und den Parkwächter wie auch die Polizei rufe, verpisst sie sich. Vermutlich Drogen abhängig 😦

Naja, nachdem ich schon wach bin, gehe ich zu meiner Lieblings Statue.

Ich treffe zwei ausgelassene Hunde, die sich vergnügt mit Spielzeug beschäftigen.

Zurück zu Rosali gibt es Kaffee und ich richte die Toilettentür, da ist oben das Scharnier locker und die Türe schließt nicht richtig.

Hopa

Eigentlich sollte es heute Batumi am Hafen sein, aber mir fehlt – trotz vollständiger Impfung – ein Coronatest. Aber jetzt der Reihe nach.

Ich sehe meinen ersten Iranischen LKW an einer Ampel vor mir stehen.

Heute beginnt es wieder mit einem Pasd von 2090m. Danach geht es bergab bis auf 0m 😉

Die Passabfahrt hat es wirklich in sich, die Strasse windet sich in der Schlucht und um den Stausee.

Manchmal weiß ich gar nicht, wo ich hin schauen soll. Die Landschaft oder Strasse. Zum Glück ist nicht viel Verkehr.

Ich mache nach einigen Kilometern wieder einen Halt. Der Ausblick ist Spitze.

Leider steigt bei jedem 100m die ich nach unten fahre auch die Temperatur um 1°C.

Bevor ich an die Grenze Fahre fülle ich Rosali noch voll mit günstigen türkischen Diesel.

An der Grenze, dann leider die ernüchternde Mitteilung dass ich trotz vollständiger Impfung einen PCR Test für Georgien brauche. Den sollte ich im Kankenhaus von Hopa machen lassen.

Also fahre ich die 20km zurück und Parke vor dem Krankenhaus ein. Schon spricht mich ein in Deutschland lebender Türke an und stellt sich als Ossman, Vorruhestand, aus Hamburg im schwarzen 3er SUV vor.

Er bietet mir an zu Dolmetschern, was ich gerne annehme.

Das Krankenhaus hat nur 24h rest, aber es gibt ein Reisebüro, das Schnelltest macht.

Ossman fährt voraus und ich folge. Ich bin recht froh, dass ich einen lokalen Führer habe.

Im Reisebüro kommt die zweite Ernüchterung, der Test ist erst um 22Uhr fertig und da sind die Grenzen schon dicht. Also warten bis 9Uhr, dann Test abholen und direkt zur Grenze.

Der Test ist im Hotel in der Nähe. Ich zahle 17€ und die Schwester macht, Mund, Nasen Abstrich und eine Kopie vom Pass.

Ich gehe mit Ossman noch ein Wasser trinken und gebe ihm das Restgeld für Blumen für seine Frau.

Ossman empfiehlt mir noch ein Restaurant, zufällig das selbe, in dem ich vor 3 Jahren gegessen hatte und wir verabschieden uns herzlich.

Ich mache noch einen Ausflug an das 50m entfernte Schwarze Meer und genieße den Sonnenuntergang.

In der Altstadt finde ich noch ein lustiges Restaurant Werbeschild.

Um 22Uhr gehe ich zurück zu Rosali, schalte den Kühlschrank an der bei 27°C Nachts schwer arbeiten muss und lass auch die Klima Anlage noch ein paar Minuten laufen, dass wenigstens die Temperatur von 32° auf 27°C gesenkt wird.

Es ist nicht wirklich ein Stellplatz, ja nicht mal ein richtiger Parkplatz, aber ich bin froh zentral zu stehen und nicht wieder in die Stadt hereinfahren zu müssen, wenn ich morgen um 9 Uhr wieder mein Testbericht abhole.

Die Nacht war so okay. Fliegen haben mich morgens um 5Uhr geweckt.

Nach dem ich 10 Fliegen totgeschlagen habe und einen Kaffee getrunken habe gehe ich in das 60m entfernte Zentrum. Zeit zum Frühstück und Zeittotschlagen bis 9Uhr ich mein PCR Test abholen kann.

Pünktlich um 9Uhr bin ich am Reisebüro und zu meinem Erstaunen ist es schon offen. Also rein und das PCR Formular abholen.

Ich treffe noch einen Aserbaidschaner, der mir beim Übersetzten hilft. Ich brauche auch noch eMail Einladungen, von der ich gar nichts wusste. Aber die gibts auch im Reisebüro für 1€, was wohl die Ausdruckgebühr ist.

Als Gegenleistung nehme ich den Aserbaidschaner mit zur Grenze. Seine Familie hat 2 Leute 1994-96 im Krieg gehen Armenien verloren.