Berane, beim Kloster

Heute morgen kam ich nicht in die Gänge, entweder war ich vom Berg klettern so müde oder vom Essen so voll gefressen ich hab bis um 12Uhr herum getrödelt. Selbst ein Kaffee hat mich nicht wirklich geholfen. Gegen halb eins hab ich mich dann doch ans Steuer gesetzt und bin 1000m herunter gefahren. Wenn man weiß, dass das schlimmste Stück hinter einem ist, dann läuft es von alleine.

Zwei Stunden später und ich bin auf meinem neuen Platz angekommen.

Als erstes gehe ich in den kleinen Laden um die Ecke.

Danach besuche ich das  Kloster, was keine 150m von mir entfernt ist.

Etwas weiter ist ein Bauernhof, manchmal staune ich in welchen Zeiten die Menschen leben.

Als ich mich etwas umschaue, so sehe ich eine grosse schwarze Rauchsäule und zwei grosse Schornsteine, das wird der Plan für heute.

Es sind die ersten Kirschen reif und die Himbeeren brauchen auch nicht mehr lange.

Eigentlich wollte ich zu einem Zoo gehen, der unterhalb der Brücke sein sollte. Aber auf der einen Seite befindet sich ein neuer, warscheinlich noch nie benutzte Viehmarkt

Und auf der anderen Seite sind Zigeuner, Romas die zwischen Autoteile leben. Wenn man sowas nicht mit eigenen Augen sieht, denkt man an tiefstes Afrika, aber nein so was gibt es hier in Europa auch.

Auf der anderen Seite des Flusses wurde für die Zigeuner eine neue Siedlung gebaut, man sieht sofort wer da haust.

Endlich komme ich meinem zweiten Ziel, der Fabrik, auch näher..

In der Stadt gibt es einen Gedenkstein und danach eine Fussgängerstrasse da kehre ich ein.

Zurück zu Rosali bin ich geschafft, ich schaffe gerade noch die Schuhe von gestern zu putzen, dann geht’s für mich schon Richtung Bett.

Ich mache mir gerade einen Tee, da kommen mehrere Jugendliche zum plaudern. Was ich nicht wusste, das, der älteste von den Jungs, selbst Prister ist.

Ich freue mich sehr, dass du mich eingeladen hast Bis morgen früh und Gott segne dich

Orthodoxer Prister, Dragoje Seric

So verabreden wir uns morgen um 8Uhr zum Kaffee in Rosali und gehen morgen gemeinsam ins Kloster, wow! 😉

Die Nacht war sehr gut. Es hat sich auf 13°C abgekühlt. Ich wache um 7 Uhr auf und ziehe mich an. Um 8 Uhr ist Dragoje auch schon da und wir trinken gemeinsam Kaffee und anschließend gehen wir gemeinsam ins Kloster.

Es macht viel mehr Spass, das Kloster von Dragoje erklärt zu bekommen.

Ich bekomme auch noch ein Lied von Dragoje gesungen. Tolle Stimme 😉

Gemeinsam zünden wir noch Kerzen für die Lebenden an.

Draußen vor der Kirche stellt Dragoje mir seinen Geistlichen Vater vor. Wir plaudern über den Unterschied Orthodoxer und Katholische Kirche, Reisen und Erfahrungen.

Ich bekomme von der Kirche und von Dragoje noch ein Geschenk, über das ich mich sehr freue.

Zurück zu Rosali Unterhalten wir uns noch bei Tee und Kaffee. Auch die beiden Jungen von gestern kommen noch mals vor bei.

Dann wird es Zeit für mich zu gehen und wir verabschieden uns herzlich.

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Katun Vulića

Heute geht’s Richtung Serbien. Irgendwo in die Berge, mir ist der Strand zu voll mit Touristen.

Mein erster Stop ist eine alte Burg beim Skodarsee. Ich bin da schon mal vorbei gefahren, jetzt wollte ich mal anhalten und schaun. Als erstes kommt mir natürlich ein Zug entgegen, von weiten sieht er aus als währe der Zug sehr langsam, aber in 2m Entfernung fühlt er sich doch recht schnell an.

Ehrlich gesagt hatte ich keine Lust durch das Unterholz zu laufen, da hat es sicher genügend Schlangen.

Etwa 1h später komme ich an zwei Köhl Meiler vorbei, einer ist warm und im Betrieb. Ich habe in Deutschland noch nie einen gesehen.

Ich habe wohl die falsche Strasse übern Berg genommen. So komme ich langsam auf 1500m an und mache an einem Restaurant einen stop.

Es gibt noch eine 4km lange Strasse zur Alm auf 1800m hoch. Die kostet auch nur 1€, also fährt mich Rosali hoch. Kaum geparkt, ziehe ich mir meine Laufschuhe an und steige den Berg hoch.

Beim Rast machen werde ich neugierig von den Kühen betrachtet. Es sind 4 Paare mit Kuh und Kalb.

Einer der höchsten Läden in Montenegro mit 1750m?

Zurück zu Rosali besuche ich das Restaurant. Die Bedienung ist sehr nett und ich bestelle Lammsuppe, Salat und Pide.

Langsam geht die Sonne unter und der Berg hat die letzten Strahlen.

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Ulcinj Parkplatz

Heute stelle ich mich 10km weiter auf den gebührenpflichtigen Parkplatz in Ulcinj. Die Anfahrt ist eng, aber um 7Uhr ist noch nicht viel Verkehr. Selbst der Parkwächter kommt erst um 9Uhr, so habe ich mich selbst herein gelassen.

Nach dem ersten Kaffee hole ich mir auch das Parkticket. Ich hab ich noch gefragt, ob ich gleich bezahlen soll, aber er meint bei der Rausfahrt. Dann hoffe ich mal, dass er auch bei der Ausfahrt morgen schon da ist 😉

Ich laufe an dem Burek Stand vorbei und hole mir eins mit Fleisch frisch aus dem Ofen für 1€.

Etwas Schaufensterbumel und eine Kugel Eis für 70Cent müssen auch sein. Der Ring sieht noch sehr interessant aus 😉

Ich gehe etwas spazieren auf einem Hügel mit vielen Gräbern. Hier sind auch die Hütten der Zigeuner, die Abends die Stadt belagern.

Ich bin gerade zurück in Rosali und lösche meinen Durst mit kalten Wasser aus dem Kühlschrank, da kommt um 13:48 ein Telefonanruf von Matthias.

Ich wusste, dass Matthias und Frau heute per Flugzeug ankommen und hab beiden angeboten sie vom Flughafen abzuholen. Anscheinend ist die Batterie im montenegrischem Auto defekt und ich soll beide etwa 3km von mir entfernt zwischen einem Supermarkt und Tankstelle abholen kommen.

Ich mache Rosali startklar und erkläre dem Torwächter, das ich schnell mal rausfahre. Eigentlich hab ich jetzt damit gerechnet, dass ich entweder pro angefangene Stunde 1€ oder für 24h die 8€ bezahlen muss und bei der Rückkehr ein neues Parkticket bekomme.

Der Parkwächter fragt auf halb englisch und Deutsch ob ich den sicher Wiederkommen würde? Auf mein Nicken, Antwortet er mit:

kein Problem, jetzt Rausfahren – zahlen später – Morgen!

Parkwächter

Gott sei dank bin ich nicht in der Schweiz sondern in Montenegro! 😉

15min später sehe ich schon Matthias und Frau Suada am Strassenrand stehen. Die Beiden haben vor einem halben Jahr das Auto abgestellt ohne die Batterie abklemmen. Jetzt ist die Batterie defekt und muss ersetzt werden.

Wir essen derweil etwas zusammen. Ich habe einen Borek mit Fleisch und ein Gas Wasser dazu. Wir verstehen uns von Anfang an 😉

Nach dem die Werkstatt mit der Batterie wechseln fertig ist, Verabschieden wir uns und ich gehe gleich noch mal einkaufen und Tanken. Beim Tanken hat erst die 3. Kreditkarte funktioniert. Warum weiss ich nicht, aber ich habe mir alle Belege geben lassen, dass nichts doppelt abgebucht wird.

Die Rückfahrt zum Parkplatz war mehr als sportlich, es ist eng nicht nur von der Breite sondern auch von der Höhe, dazu stehen Sonnenschirme an Restaurants, die in die Strasse herein reichen. Es macht wirklich kein Spaß sich hier durch zu zwängen. Besonders bei Gegenverkehr ist erst mal gar nichts zu machen, bis der Gegenverkehr ein sieht, dass er Rückwärts fahren muss und das ganze bei über 30°C. Zwei einhalb Stunden später bin ich wieder auf dem Parkplatz, die Einfahrt war ohne Probleme, das alte Ticket ist immer noch gültig.

Jetzt gibt es erst mal Kaffee und Kuchen, d.h. die größere Hälfte des Kuchens verschenke ich an Holländern, die auch hier nebenan sich niedergelassen haben.

Gegen 19 Uhr bekomme ich Hunger und schreibe Matthias. Matthias ist aber vom langen Tag geschlaucht und entschuldigt sich.

Ich gehe runter in die Stadt und wähle das gleiche Restaurant ‚Hija‘, das ich schon vor einem Monat besucht hatte.

Die Zigeuner haben mal wieder die Halbe Stadt besetzt, alle 20m steht einer und bietet seine ‚Dienste‘ an, die keiner braucht. Es stehen min vier Kinder mit je einer Körperwaage auf der Strasse am Strand. Dazu unzählig Zigeuner, meist weiblich,die leuchtende Chinaware in Form von Spielzeug verkaufen möchten. Da vergeht einem der Spaß schnell und ich gehe zurück zu Rosali.

Es ist immer noch laut, ein Restaurant hat die Lautsprecher an und so werde ich bis 1 Uhr in die Nacht beschallt.

Die Nacht ist trotzdem gut und ich schlafe bis 7 Uhr morgens.

Nachmittags treffe ich mich wieder mit Matthias und wir gehen was trinken und plaudern über Gott und die Welt.

Ich bekomme von Matthias noch Tips für Serbien und wir werden weiter in Kontakt bleiben.

Ich geh noch etwas durch die Stadt spazieren und finde eine interessante Feuerwehrwache und Polizei Station.

Ich finde noch ein Kunstwerk was an einem der schönsten Orte von Ulcinj gebaut wurde.

Zurück bei Rosali gehe ich erst mal duschen. Der Besitzer/Betreiber der Bar unterhalb des Parkplatzes hat es mir am Morhen angeboten, wohl mit dem Hintergedanken, dass ich mit ihm Alkohol trinke.

Wer russische Duschen gewöhnt ist, der kann auch in der Toilette mit einem aufgehängten Schlauch Duschen. Alles irgendwie machbar. Ich fühle mich auf jeden Fall Sauberer wie zuvor.

Dann geht’s wieder in die Stadt runter eine Kleinigkeit essen.

Zurück zu Rosali und ich bin Hunde müde, scheiss egal auf Musik. Ich bin gleich weg und schlafe bis morgends um 7.

Schnell einen Kaffee und ich fahre noch zum Parkhauswärterhäusle, da liegt ein Wasserschlauch und ich fülle noch schnell die 160l Wasser auf und bezahle die 16€ fürs parken.

2. Impfung Ulcinj

Heute geht es, wie vor einem Monat, von dem ‚Schweine Platz‘ direkt nach Ulcinj. Die Fahrt ist sehr gut, nur an der Grenze treibt sich eine Bande von agressive bettelten Zigeuner herum. Einer betascht sogar Rosali, es ist ein ekliges Volk und ich habe das Gefühl, es werden immer mehr Zigeuner.

In Ulcinj fahre ich gar nicht die zwei Parkplätze vom Krankenhaus an, sondern parke an der breiten Strasse am Touristmus Büro. Ich wollte eigentlich noch fragen, ob und wo man die Parkgebühr von 40Cent pro Stunde zu zahlen hat. Aber das Mädle war voll beschäftigt mit dem Händi zu telefonieren.

Zum Krankenhaus sind es keine 500m. Ich kenne ja den Eingang und sogar die gleichen Gesichter wie letztes mal waren wieder im Gang unterwegs. Ich habe was von ‚Vacination‘ gemurmelt und das Blatt von letztes mal gezeigt. Sofort hat die eine Krankenschwester gestrahlt und hat mich gleich mit genommen ins Behandlungszimmer. Keine 5min später hatte ich die zweite Spritze und auch einen neuen Impfausdruck.

Die Krankenschwester gibt mir auf den Weg, dass ich keine Milch und Eier essen sollte. Nicht schwimmen gehen sollte und bei Fiber mich vermutlich beim Krankenhaus melden soll, aber das hab ich nicht ganz verstanden.

Auf dem Rückweg zu Rosali hole ich mir noch zwei Brote, ein Käsestück und ein süsses Stück für 1.30€. Die Preise hier gefallen mir 😉

Ich überlege kurz und fahre zu dem schon bekannten Platz zurück, hier hat es Schatten und ruhig ist es Nachts auch.

https://saschawill3.home.blog/2021/05/30/adriatic-beach/

Ich freue mich jetzt schon auf Montag,  da kommt Matthias mit Frau Suada nach Ulcinj und wir werden uns jetzt zum erstenmal treffen.

Mein Plan ist ab 9 Juli Kosovo, Nord Mazedonien, Griechenland nach Türkei zu fahren. Was ich bis zum achten Juli mache, weiss ich noch nicht ganz. Entweder nach Serbien oder wieder Albanien?

Für Serbien reicht es, wenn man eine Impfung hat. Hier kann ich sofort einfahren. Für Albanien hab ich noch einiges an Geld übrig, naja weniger als 100€, aber in Albanien kann man damit sehr lange gut leben. 😉

Ich bin jetzt 7 Wochen unterwegs und es wird mal Zeit die Bettwäsche zu wechseln, besonders da das Bettlaken einen Riss bekommen hat. Die Bettdecke und das Kissen lasse ich in der Sonne auslüften.

Am schönsten ist es immer vor 6Uhr, die ist es noch frisch und ich bin ganz alleine.

Die vier Wochen Pause hier in Montenegro und Albanien waren sehr schön, aber jetzt zieht mich es weiter. Ich mache schon Pläne welchen Grenzübergang ich von Georgien nach Armenien nehmen sollte 😉

Am 9 Mai bin ich in Gschwend losgefahren.
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Komani Lake Ferry Berisha

Heute geht es auf die Fähre, die letzten 12km lass ich langsam angehen, da die Fähre erst um 13Uhr ablegt.

Langsam kommt die Anlegestelle näher und ich muss 300Lek AnlegeGebühr bezahlen.

Die Fähre kommt und die Fahrzeuge werden verladen. Da wird jeder Zentimeter benutzt.

Hier lass ich ausnahmsweise einen Fährangestellten ans Steuer von Rosali

Die Fahrt ist sehr kurzweilig. Ich treffe noch ein nettes Paar aus Frankfurt und wir plaudern etwas zusammen.

Das Entladen geht sehr schnell, leider sind die 15km Strasse äußerst schlecht und die Hitze macht es gerade auch nicht angenehmer.

Zum Glück ist die Stelle vor einem Monat gar nicht so weit entfernt und ich lande wieder, bei Schweindle – man sind die in einem Monat gewachsen – und Schildkröte 😉

https://saschawill3.home.blog/2021/05/27/vau-i-dejes-am-fluss/

Die Nacht war warm, aber ruhig. Irgendwie hab ich es geschafft, das Bettlaken zu zerreißen.

Ich verlasse den schönen Platz um mir die zweite Impfung zu holen.

Parkplatz hinter der Schule

Heute geht’s um 9Uhr 30 los, es sind keine 50km geplant, aber es zieht sich hin. Die Strasse ist meist einspurig, aber es gibt kaum Verkehr.

Eine Schlange liegt auf der Straße, ich wollte noch ausweichen, aber die Schlange kroch quer über die Straße, da hab ich sie wohl erwischt.

Nach 12Uhr mache ich eine Pause und halte an einem Restaurant mit Aussicht an.

Da gibt es auch die lustigste Tankstelle. Der Kaffee ist mit 100Lek zwar doppelt so teuer wie sonst, trotzdem kostet der Kaffee mit Glas Wasser noch deutlich unter 1€.

Um halb zwei komme ich an meinen Platz für heute Nacht an. Ich habe 4h für 50km gebraucht, das meiste bin ich im 2ten Gang gefahren.

Abends kommen noch drei Autos, alles Süddeutsche, einer war sogar bei den Höhlen in Montenegro auf den gleichen Kampingplatz.

Die Nacht war arg warm. Unter 24°C ist der Thermometer nicht gefallen. Ich bin auch schon vor 7 auf und nach zwei Kaffee um 9Uhr auf der Strasse.

Aussichtspunkt am Monoment

Ich mache in Montenegro noch einen Stop an einem Supermarkt. Etwas Wurst und zwei Baguettes kommen mit. Hier gibt es schon drei verschiedene Dattelnsorten zu kaufen. Ich muss mich da mal befassen, oder mich durch die ganzen Sorten durch Essen 😉

Eigentlich wollte ich noch in Montenegro volltanken, aber plötzlich stand ich an der Grenze und war schon in Albanien.

Die Fahrt ist gut, aber es ist sehr heiss. Als ich ein kleines Dorf auf 800m erreiche mache ich einen Stop. An der Rankstelle lasse ich für 3000Lek 19.10l Diesel nachfüllen. Ich frage den Tankwart ob er nicht auch Deutsche Gasflaschen nach füllt und er sagt ja. Spontan hole ich meine leere Gasflasche raus und er füllt mit vielen Adaptern für 1300Lek genau 20.63l LPG nach. Damit hab ich wieder eine Flasche zur Reserve, was etwa 1 Monat ist.

Kurz vorm Parkplatz kratzt Rosali noch etwas am Teer, hier geht es steil nach unten, aber einmal in Fahrt kann ich nicht viel dagegen tun.

Ich schau mir etwas die Stadt an. Mit drei Kugeln Vanilleeis für nicht mal 1€(100Lek) gehts am Besten 😉

Ich werde von einem älteren Mann angesprochen, ob ich etwas suchen würde und er empfiehlt mir ein kleines Restaurant.

Das Restaurant ist richtig liebevoll eingerichtet und das Essen ist mehr wie reichlich. Alles zusammen für 10€ oder 1200Lek.

Ich besorge mir noch 12000Lek aus dem Geldautomaten und buche für Donnerstag die Fähre von Fiers nach Koman.

Ich fahre noch etwa 15km weiter hinaus ins nichts.

Mir fällt der Draht auf dem Boden auf, anscheinend werden die blanken Alu? Kabel hier wieder geflickt.

Die Nacht senkt sich und es gibt endlich etwas Abkühlung.

Die Nacht war super, es hat sich auf 18°C abgekühlt und ich habe nichts gehört.

Bevor ich Abfahre leere ich das Brauchwasser noch in den Schotter.

Slano Jezero, Aussichtspunkt

Ich konnte mich heute kaum von der süßen Kirchenkatze trennen, aber ich finde es wichtig, dass die Katze hier ihren Platz hat. Hier hält die Katze den Kirchenplatz frei von Ungeziefer und bekommt dazu noch viele Streicheleinheiten von Kirchenbesuchern.

Den ersten Platz, den ich anfahre ist für mich nicht optimal, eine Einfahrt ist sehr ausgewaschen und es hat grosse Steine. Deshalb fahre ich zum nächsten Platz.

Die letzten 20m geht es Steil den Berg hinauf, aber es ist Asphalt und Rosali zieht locker hoch.

Unter mir am See sind ein paar Fischer, hier gibt es eine kleine Hundehütte. Ich mache einen Spaziergang zum anderen Ende des Staudamms, da ist auch der Abfluss, der Überlauf und der Kanal.

Da heute Montag ist rufe ich auch noch bei meiner Bank, leider hab ich eine seltene Pflaume am Telefon, nach dem ich ihr vier mal die Strasse buchstabiert habe, fragt die tatsächlich noch nach meiner Adresse. Die Dame bekommt sicherlich doppelten Lohn, eine kann nicht so dämlich sein 😦

Nach 13 langen Minuten habe ich tatsächlich meine sechsstellige Vertragsnummer am Telefon genannt bekommen. Bin mal gespannt was Montenegro in die Schweiz kostet…

Nachdem Rückweg bin ich geschafft und kühle mich etwas im See ab, aber der See fühlt sich sehr warm an, da er recht flach scheint.

Zurück zu Rosali, wasche ich erst mals gemütlich meine Haare. Es trocknet in Rekordzeit. Der Wetterbericht sagt auch weitere Wärme vorraus. Heute ist SommerSonnenWende, d.h. der längste Tag im Jahr.

Abends kommen noch die zwei Hunde, die hier leben vorbei. Ein Braun/Weisser und ein Schwarz/Weisser. Ich verteile mein altes Brot an beide. Kurz darauf kommen auch noch Schafe vorbei mit 3 anderen Hunden.

Als es Dunkel wird verziehe ich mich in Rosali.

Kurz vor Mitternacht kommen noch 5 Portugiesen vorbei, bis die endlich ihren Platz gefunden hatten war es nach Mitternacht.

Die Nacht war recht kurz, ich wache schon um 5 Uhr auf, als zwei Rinder alleine an Rosali vorbeiziehen. Ich verstehe den ganzen Aufwand in D nicht, hier kommen die Kühe selbstständig zum Melken und gehen dann wieder den Tag lang essen fassen.

Ich verabschiede mich von den Portugiesen noch um 8Uhr und fahre Richtung Albanien weiter.

Pivski Kloster, Parkplatz

Heute Morgen geht es um kurz nach 8Uhr los. Ich komme die kleine steinige Ausfahrt sehr gut hoch, Rosali überrascht mich immer wieder positiv 😉

Die Strasse bleibt einspurig, aber um diese Uhrzeit ist kaum Verkehr.

Die Fahrt geht meist im 2. Ganz vorsichtig vor ran. Für die ersten 32km brauche ich auch fast 90min Zeit ohne Pausen. Erst als es zum Stausee runter geht, mache ich in der ersten Kehre eine Pause. Meine Konzentration lässt etwas zu wünschen übrig.

Die Fahrt geht einige Kehren, dunkle Tunnels teils mit Kehren weiter nach unten. Wenn Gegenverkehr kommt, muss man sehr knapp an den Rand fahren. Sobald ich den Stausee erreicht habe, mache ich eine 2. Pause.

Das letzte Stück führt mich wieder etwas nach oben, dann erreiche ich das Kloster und parke weit hinten ein und besuche den Gottesdienst.

PIVA MONASTERY

Der Gottesdienst ist auch schon sehr schnell vorbei. Es gibt noch das Abendmahl/Kommunion, dafür sollte man das Kreuz küssen.

Danach setzte ich mich noch etwas in den Klostergarten und genieße den Vogelgesang. Auf 2000m gab es nur ein paar Raben.

Die Klosterkatze spielt mit etwas herum und ich schaue es mir gründlicher an.

Das erste ist wohl eine Blindschleiche, das zweite der Schwanz, erstaunlicherweise bewegt der Schwanz sich noch und lenkt die Aufmerksamkeit der Katze auf sich.

Bild drei ist die Eidechse unter der Katzenpfote. Irgendwann lässt die Katze ab und die Eidechse hat vermutlich überlebt.

Abends kommt die Klosterkatze und überprüft ob Rosali schon einen Bewohner hat 😉

Anschließend gibts es noch eine Streicheleinheit, bevor ich mich zum Tee zurück ziehe.

Die Nacht war warm mit 18.5°C, aber okay. Am Morgen lauert schon die Klosterkatze auf mich, sobald ich mit Kaffee und zwei Scheiben Wurst heraus komme springt die Klosterkatze in Rosali und beschnuppert erst den Wohnbereich anschließend das Führerhaus.

Um 8Uhr wird von Hand noch zum Morgengebet geläutet. Ich beschließe, wenn ich schon da bin, dann nehme ich den Gottesdienst gleich mit.

Die Klosterkatze Macht sich schon mal bequem, während ich mir einen zweiten Kaffee aufsetze.

Durmitor National Park

Ich fahre schon um 8 Uhr aus dem Kamp heraus und verabschiede mich noch von den Österreichern, die gerade am Wasser füllen sind und fahre Richtung Durmitor. Die Strasse ist eigentlich gar nicht schlecht. Zwei Spurig und mit guten Belag. Auf 1400m ist noch ein Dorf mit Laden, da mache ich noch einen Stop und fülle meine Lebensmittel auf.

1kg Äpfel für 69 Cent

Die letzten 15km sind mehr ein Spurig mit kleinen Ausweichen Möglichkeiten.

Ich halte erst mals 500m vor dem Pass und schaue mir die Lage an. Der Parkplatz am Pass ist recht voll mit PKW. Ich hab etwas Angst, dass ich zu geparkt werde, wenn ich mich ganz hinten reinstelle.

Ich treffe ein Paar aus Dresden, die geben mir den Tip ein paar hundert Meter tiefer an verlassenen Hütten zu über Nachten, das ich auch gerne annehme.

Ich reinige noch das Bad. Das Dachfenster hat es wirklich notwendig. Dabei stelle ich fest, dass ich auch ein Licht im Bad habe, das mir noch nie aufgefallen ist. 😉

Anschließend entscheide ich mich für eine heisse Suppe und bewundere den Sonnenuntergang.

Dann geht’s in Bett. Draussen ist stille, die Sterne am funkeln und die Temperatur sinkt nicht unter 14°C, was mich bei der Höhe schon erstaunt.

Ich warte den Sonnenaufgang noch ab und genieße noch zwei Kaffee, dann mache ich mich auf die Fahrt nach unten.

Kamp Kljajevica Luka, Tara Brücke

Heute ging es nur ein kleines Stück weiter, aber zu einem schönen Fleckle.

Zurück geht’s mit dem Stahlseil, geht schneller 😉

Zurück zu Rosali gibt es für mich erst mal eine Ausgiebige heiße Dusche. Es ist glaube ich das erste mal, dass ich mir eine heiße Dusche gönne.

Die Wolken ziehen sich zusammen und ich befreie meinen lokalen Hund von Kaugummi ähnlichen Zeug im Fell und mehreren Zecken. Beim Regen, verziehe ich mich in Rosali.

Am Abend zeigt sich die Sonne nochmals.

Das Essen lässt auf sich warten. Entweder ist der Koch besoffen, oder alle schauen ein Fussball Spiel. Irgendwann kommt tatsächlich das Essen, dafür sind die Gedrenke frei.

Die Nacht war sehr angenehm, 14°C Nachts und am Morgen strahlt der blaue Himmel.

Heute um 10 Uhr geht’s River Rafting für 45€ mit Mittag essen inclusive.

Unterwegs gibts einen Stopp. Hier fließt eiskaltes Wasser aus dem Berg.

Weiter geht’s unter der Brücke durch.

Der Aufstieg mit dem Auto ist auch nicht ohne. Ich bin froh, dass ich nicht selber fahren muss.

Abends treffe ich noch zwei sehr nette Österreicher mit denen plane ich noch eine Route.

Am nächsten Morgen leere ich noch meine Toilettenkassete und ab geht die Fahrt in die Berge.

Kapija Kanjona, Kamping

Heute geht es nur 60km weiter in Richtung Berge und dem Fluss Tara, der auch der gleichnamigen Schlucht ihren Namen verdankt.

Ich erreiche den Kampingplatz für heute. Es ist ein Restaurant, dass den Parkplatz umsonst zur Verfügung stellt.

Statt 10€ für einen Kampingplatz zu bezahlen, gehe ich lieber für 10€ essen.

Ich hab schon mal besseren Fisch gegessen, aber schlecht ist der Fisch nicht.

Die Nacht war mit 11°C herrlich angenehm, keine Moskitos und es war ohne Lichtverschmutzung, sehr gut.

Heute geht’s weiter zur Tarabrücke. Wenn ich keinen guten Übernachtungsplatz finden sollte, dann kann ich immer noch hier her kommen.

Pass M2 auf 1070m

Von der Kirche kommend, suche ich mir einen nicht so weit gelegenen Ort zum ausruhen aus. Erst mache ich noch einen Stopp zum Einkaufen, danach fahre ich einen kleinen Platz in den Bergen an.

Zuerst gibt es natürlich ausgiebig Frühstück und einen zweiten Kaffee. Dann schau ich mir den Platz genauer an.

Soweit ein toller Platz, leider sehe ich plötzlich eine Schlange und beim herum schaun, sehe ich sogar sechs Stück innerhalb kürzester Zeit.

Vermutlich alles ungiftig, aber ich mag das gewusel einfach nicht und beschließe weiter zu fahren. Die Strasse ist gut zum befahren, aber auch sehr anspruchsvoll.

Beim Pass sehe ich zwei Restaurants und viel Platz zum parken.

Nachts war es mit 16°C angenehm kühl und vom Strassenverkehr, wenn da einer war, hab ich nichts mitbekommen.

Ostrog, am Kloster

Ich wache schon früh auf und bin um halb sechs schon abfahrbereit.

Die Strasse ist TipTop, da habe ich mir viel zu viele Sorgen gemacht. Die Strasse ist durchgehend zweispurig Ausgebaut. Es sind keine hohen Klippen an der Seite und der Belag ist meist auch nicht schlecht.

Ich komme schon früh morgends am Parkplatz des Kloster an und gehe etwa 10min zu Fuss hoch.

Der erste Gottesdienst ist noch in Gange und ich bekomme noch eine halbe Handvoll Brottkrümel ab, was wohl das Leib Christi ist.

Der Rest des Tages verbringe ich mit Schlafen. Abends kommen leider noch zwei deutsche Kämper. Der eine fliegt seine Drohne, obwohl ein Verbotsschild am Parkplatz steht, der andere versucht mit kurzen Hosen und Hund ins Kloster zu gehen. Anschließend säufen sie noch bis nach 22Uhr vor Rosali. Manche sollten lieber Daheim bleiben…

Bei mir gibt es Suppe mit den Resten des alten Brotes, danach geht es schon früh ins Bett.

Ich stehe um halb sechs schon auf, Tasse Kaffee und ich spazieren wieder zur Kirche hoch und freue mich auf den Gottesdienst.

Um 8 hab ich schon den 2. Kaffee und gestaubsaugt, weiter geht’s.

Podgorica, am Fluss Moraca

Mein erster Zwischenstopp war ein Kriegsdenkmal. Kaum stehe ich, da kommt ein älterer Herr auf mich zu. Vermutlich hat er auch noch im Krieg gekämpft. Ich verstehe so gut wie nichts. Aber er bietet mir Tabak und Schnaps an, was ich beides ablehne.

Was mir bei der Stadtdurchfahrt auf fällt ist die Botschaft von Palestine. Ich weiss nicht mal ob Deutschland das Land Palestina überhaupt anerkannt hat.

Ein Stück weit der Stadt hinaus komme ich am Fluss vorbei.

Auf der linken Seite ist noch eine römische Ausgrabungsstätte vom 5-6Jh. Zufällig ist das Tor offen und ich bin der einzigste Besucher, ausser der Schildkröte 😉

Ich plane für morgen die Fahrt ins Kloster Ostrog. Da ich etwas Bedenken mit der schmalen Strasse habe, möchte ich schon sehr früh los, damit möglichst wenig Verkehr ist.

Den restlichen Tag verbringe ich am Fluss.

Lipa, Camp Oaza

Die Anfahrt war kurz, aber allein die 8km auf der einspurigen Strasse ist ein Abenteuer für sich. In jeder Kehre Hupe ich, damit der Gehenverkehr weiss, dass ich allen Platz benötige.

Die Anfahrt klappt trotzdem ganz gut.

Kurz vor einem leichten Gewitter komme ich an und richte mich ein. Abends entscheide ich mich fürs Essen im Restaurant.

Die Nacht war super. Keine Schlangen, keine Moskitos, dafür hat es sich bis 16°C abgekühlt und ich habe prima geschlafen.

Am nächsten Morgen gibt es Frühstück und ich plaudere mit zwei Deutschen noch eine ganze Weile. Kurz vor 14Uhr gehe ich zu der Höhle rauf. Der Eintritt kostet 10,90€ aber es lohnt sich. Die Höhle ist auf etwa 600m begehbar und es ist 10°C frisch. Nette Abkühlen 😉

Spontan entscheide ich, dass ich noch einen Tag hier bleibe. Der Kühlschrank ist aus, die Gasflame auf dem Herd wird immer kleiner, das heisst ich habe jetzt meine 1. Gasflasche aufgebraucht. Ich bin ja auch schon länger wie ein Monat unterwegs. Ich wechsle schnell auf die zweite Flasche und alles ist wieder gut. Die Lage hier ist einfach genial und die Aussicht der Wahnsinn.

Zum Abendessen gibt es noch einen kleinen Regenschauer. Der Zitronensaft ist selbst gemacht und schmeckt sehr gut.

Leider vergaß ich, dass die Dachlucke hinten, übern Bett offen war. Die Bettdecke ist leicht feucht und ich hänge die Bettdecke zum trocknen im Alkoven auf.

Die Nacht war gut, nur eine Lampe an der Toilette hat die ganze Nacht unnötigerweise gebrannt. Ich bin solch eine Lichtverschmutzung schon gar nicht mehr gewohnt.

Frühstück

Nach dem übigem Frühstück, entleere ich mein restliches Frischwasser im Rasen, die zweite Toilettenkassete im Klo und fahre runter zum Frischwasser auffüllen und bezahle für 2 Tage Kampen, Abendessen und Frühstück genau 38€. Dazu kaufe ich noch eine Flasche Zitronenlimonade für 7€.

Bei der Rausfahrt kurz vor der Schnellstraße gibt es noch einen Schutthaufen, da mache ich kurz halt und lass auch noch mein Grauwasser ablaufen. Jetzt hab ich alles leer und voll und bin die nächsten 2 Wochen unabhängig.

Rijeka Crnojevica, Anlegestelle

Heute geht’s zu erst zum Tanken und dann zu einer Flussschleife. Die Flussschleife ist eins der bekanntesten Motive von Montenegro.

Die Fahrt ist etwas gewöhnungsbedürftig, es geht gut am Rand herunter. Ich schleiche im 2.Gang herum und hoffe, dass kein Gegenverkehr kommt.

Ich sehe noch zwei süße Hundekinder und bevor die mich um den Finger wickeln fahr ich weiter.

Etwa 10km weiter komme ich in ein kleines Dorf mit Brücke und sehe mich etwas um.

Keinen Kilometer entfernt ist ein kleine Anlegestelle, die fahre ich gleich an.

Leider kommen kurz nach mir noch zwei Wägen aus der Deutschen Hauptstadt an. Marke ritschKabumm, wir Scheissen in den Wald, parken alles zu. – Wenn ich mir das noch mals überlege, Schlangen sind eigentlich gar nicht so schlimm.

Ich entschließe mich für einen Spaziergang zur alten Burg und in die Stadt.

Abends kamen die Moskitos und ich mache schnell alles dicht.

Die Nacht war angenehm, ich hab gut und lange geschlafen.

Heute gibts die Möglichkeit eine Bootsfahrt zu machen. Die Tour geht 2h und kostet 75€. Die 75€ gehen durch 3 Leute, so kostet die Tour 25€+4€ Naturschutz.

Nachdem schönen Ausflug geht’s weiter.

Vranjina, am Fluss

Bei der Rausfahren vom alten Platz wäre ich fast über eine Schildkröte gefahren. Aber die Schildkröte hat sich schneller aus dem Staub gemacht, als wie ich sie über die Strasse tragen kann 😉

Die Strecke geht durch einen über 4km langen Tunnel, dafür spare ich mir viel Passstrasse und kostet gerade 5€.

Das Ziel verfehle ich erst mals, kann aber nach 4km wenden und im zweiten Versuch passt es.

Ab Sonnenuntergang fängt die ganze Luft an zu brummen – Moskitos! Ich versuche noch mich in Sicherheit zu bringen, aber ein paar Moskitos sind mit rein gekommen.

Gegen 4:30 Uhr bin ich wach und schaue mir den Sonnenaufgang an.

Gegen 7 Uhr kommen die Kühe vorbei. Den zweiten Tag verbringe ich geruhsam am Wasser. Abends treffe ich noch zwei Mönche, die sehr gut deutsch und englisch Sprachen. Sie leben etwas 400m Flussabwärts, aber es ist nur mit dem Floss erreichbar. Die einzigste Schlange auf die man achten sollte ist die Hornnatter Schlange, da diese giftige ist.

Abends gehe ich immer zum nächsten Laden. Erstaunlich was man da für 2€50 alles bekommt 😉

Nach zwei Tagen und den vielen Schlangen Sichtungen, drei verschiedene hab ich gesehen und den Geschichten von der Pfarrer hab ich die Nase voll 😉

Stirbina Beach

Heute ginge nur etwas am Strand entlang. Kurz vor meinem Ziel mache ich einen Stop und schaue mir die Gegend an, da kommt auch schon ein Pferd auf mich zu.

Anscheinend sind die Pferde da frei.

Ich finde einen Franzosen Kamper bei meinem ausgewählten Ziel und frage ihm ob das parken hier okay sei. Er meint ja, da sind nur 2 Junge beim Aufbau einer Bar beschäftigt.

Der Strand ist nicht so mein Fall, obwohl sehr viele Einheimische hier herkommen und das Wasser sehr klar ist.

Beim gehen sehe ich zufällig den Strassenmusiker wieder. Er ist aus St. Petersburg und wohnt hier. Zufälle gibts 😉

Die Nacht war ruhig, aber zwei Moskitos gingen mir auf die Nerven.

Bar, am Stadion

Bar ist eine größere Stadt am Mittelmeer, etwa eine Dreiviertelstunde entfernt. Ich habe mir einen Parkplatz am Stadion ausgesucht. Nicht weit ans Meer und in laufweite zur Stadt.

Parkplatz am Stadion

Ich mache mich mal auf den Weg in die Stadt, immer am Meer entlang.

Ich finde den Sommerpalast von König Nicola, der Eintritt ist auch nur 1€.

Anschließend gehe ich noch in einen China Laden mir ein ein Meter USB auf USB-C Kabel für 2€ zu kaufen, ein Turisten Daten Abo für 30 Tage von 500GB und 15€ zu kaufen. Dann geht noch in einen Supermarkt, meinen Kühlschrank auffüllen.

Eigentlich wollte ich nur die Kirche anschauen gehen und hab mir extra die lange Hose angezogen.

Heute ist wohl ein orthodoxer? Serbischer? Feiertag.

Meine Frau Mutter meint es ist Fronleichnam.

Die Kirche macht einen Umzug durch die Stadt.

Danach geht’s noch am Meer entlang zurück zu Rosali.

Ich treffe noch einen Straßenmusiker, der mal zur Abwechslung alte Klassiker spielt und kein Techno/Rap/Kabum Musik. Natürlich hab ich kein Kleingeld dabei und Frage ihn, ob er auch morgen da ist, da ich kein Geld dabei habe.Seine Antwort lässt mich etwas stutzig zurück:

Er ist morgen auch wieder hier. Ich brauche ihm kein Geld zu geben. Er spielt nicht für Geld.

Musiker am Strand von Bar

Die Nacht war erstaunlich gut. Obwohl zwei Restaurants, eins sogar mit live Musik, in der Nähe sind. Ab 23h war totale Ruhe und ich bin sofort eingeschlafen.

Der Tag fängt mit Frühstück an, danach gehe ich wieder in die Innenstadt.

Den Abend lasse ich bei Musik und Sonnenuntergang ausklingen.

Die Nacht war wieder super ruhig mit Temperatur knapp unter 19°C.

Am Morgen höre ich ein Schiffshorn und eine zum 100m entfernten Strand. Ein Schiff verlässt den Hafen und ein neues fährt ein.

Heute ist ein fauler Tag, ausser Staubsaugen mache ich nicht viel. Ich gehe noch zum Hafen und schaue mir die Schiffe an. Zufällig fährt auch das Schiff von heute morgen wieder aus dem Hafen und ich sehe es von ganz nah.

Danach geht’s zum Abendessen. Für nicht mal 10€ gibt es eine Fischsuppe und schwarzen Risotto.

Zum Abschluss geht’s wieder an den Strand zum Musiker 😉

Morgen früh sollte ich unbedingt weiter. Einkaufen und dann möchte ich noch die Altstadt anschauen, die 1978 zerstört wurde.

Kaum bin ich bei Rosali und hab mir einen Tee aufgestellt, gibt es noch ein Feuerwerk.

Am nächsten Morgen wache ich schon früh auf, es hat in der Nacht etwas geregnet, aber die Temperatur ist trotzdem nicht unter 10°C gefallen.

Ich fahre zur Altstadt von Bar, aber ich merke schon beim Anfahren an der ersten Kreuzung, das Rosali durchdreht – die Strasse ist durch den Regen wie Schmierseife geworden.

Im nächsten Reisverkehr überholt mich ein Fahrzeug mit gelben GB Kennzeichen und zieht knappesten vor mir raus. Nur durch eine schnelle, Härte Bremsung konnte ich den Zusammstoss verhindern.

Ich habe keine Lust mehr auf Experimente und fahr den erst möglichen Parkplatz an. Von da ist es noch ein Kilometer, aber ich habe heute keine Lust mehr auf enge Straßen.

Nach dem Besuch der Altstadt gehe ich noch einkaufen. 8 mal 5l Wasser wird eingeladen, dazu Kaffee, Käse, Wurst in vielen Variationen.

Weiter geht’s die Küste entlang.

Masline, Cliff

Ich fahre heute etwa 35min nach Norden. Der Stellplatz ist an einem kleinen Steinstrand. Die Anfahrt ist etwas sportlich, Rosali hat gut Schräglage.

Das Dorf ist winzig, hier gibt es wohl einen Laden und ein Restaurant. Das meiste sieht zu aus.

Der Strand ist winzig, dafür hast du deine Ruhe.

Das Dorf ist wirklich winzig, es gibt aber zwei Restaurants. Keines finde ich angenehm.

Montenegro lässt sich wohl am besten mit dem Bild erklären:

Meer und viele schwarze Bergketten 😉

Ich kaufe noch im Laden um die Ecke ein Brot und eine Wurst und esse beim Sonnenuntergang.

Die Nacht ist okay, ich höre die Klimaanlage vom Geschäft 50m weiter.

Tag zwei verbringe ich etwas faul am kleinen Strand und schau da mir auch den Sonnenuntergang an.

Die zweite Nacht war nicht der Hit, ein paar Besoffene haben wohl bis zwei oder drei Uhr am Laden gesoffen und die Klimaanlage hat genervt. Zeit zum gehen.

Sveti Nikola, Kirche

Heute geht es zu erst zu Bojana Island, eine Mündungs Insel zwischen Montenegro und Albanien.

Ich mache an der Brücke stop und schau mir erst mal die Gegend an.

Ich finde auch eine Schildkröte, die die Strasse über queren möchte. Ich dachte, ich trage die Schildkröte über die Strasse, aber die Schildkröte muss mich kommen gesehen haben und hat von selber kehr gemacht und ist im Strassenrand verschwunden.

Anscheinend lassen sich Schildkröten sich nicht so einfach retten und von mir erst recht nicht 😉

Ich finde eine art von Kampingplatz und gehe erst mal gemütlich essen.

Danach gehe ich den Strand entlang, bis ich vor Albanien stehe.

Nach dem Spaziergang bin ich ziemlich fertig, aber ich fahre noch 5km raus zu einem ruhigen Ort.

Die Nacht war sehr leise, am Morgen höre ich Schafe und Kühe an Rosali vor bei ziehen.

Ich mache mir Frühstück und schaue mir die Gegend etwas genauer an und finde noch einen Bunker aus Jugoslawiens Zeite.

Es sind drei Arbeiter bei der Kirche. Ich sage kurz hallo und verschwinde auch gleich wieder.

Adriatic Beach

Eigentlich wollte ich heute eine Bar an einem verlassenen Resorts anfahren, aber es scheint geschlossen zu sein. So bin ich einfach die nächste Stelle angefahren. Hier reiht sich Strandbar an Strandbar, Gott sei dank, haben die noch alle zu. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie das im Sommer aussieht.

Ich gehe erst mal am Strand spazieren. Heute ist etwas bewölkt, was für mich ideal ist – kein Sonnenbrand Gefahr.

Zum Kaffee gibt heute das leckere Croissant, die Bäcker hier sind richtig gut.

Lecker, für 70c

Ich genieße heute die Stille, das Nichts. Einfach ich und Rosali im Wald.

In der Nacht haben mich zwei Moskitos genervt. Zwischen ein Uhr und drei Uhr hab ich zwei Moskitos gehört, erst dachte ich: decke dich einfach zu und gut, aber die mist Biester haben nicht aufgehört. Eine muss ich wohl erwischen haben. Erst gegen drei Uhr bin ich wieder eingeschlafen. Heute Nacht ging die Temperatur auf unter 16°C, was ich zur Abwechslung sehr angenehm fand 😉

Heute ist Duschen und Haarewaschen auf dem Programm. Evtl. möchte ich dem Besitzer fragen, ob ich morgen mein Frischwassertank auffüllen darf. Hahn ist vorhanden und das Wasser schmeckt ganz okay.

Nach dem Haarewaschen, gehe ich spazieren, dieses mal auf die andere Seite des Strandes. Ich finde eine Stelle mit sehr vielen Glassplitter. Die werden vermutlich einfach mit Sand überdeckt. Es ermahnt mich meine Schuhe auch am Strand anzulassen. Kaufe mir noch ein Eis. Aber es ist mit 80Cent teuer und schmeckt sCHeisse, ich vermisse das Albanische Speiseeis 😉

Heute ist der Wind recht stark. Nach ein paar Kilometern gehe ich ins Landesinnere, da wird der Fluss gestaut und es hat ein paar Fischer. Vor dem Sonnenuntergang bin ich wieder zurück zu Rosali und freue mich aufs Abendbrot.

Heute gibts eine Buchse aus Deutschland, weil die Büchse genau heute abläuft 😉

Morgen früh möchte ich noch Frischwasser aufnehmen, ich überlege ob ich meinen Tank erst leer laufen lassen sollte, bevor ich das neue Wasser aufnehme? Naja, ich nehme es ja nur zum Abspülen und zum Zähneputzen.

Die Nacht war okay, zwischen 1 und 3Uhr hab ich wieder einen Moskito gehört.

Am Morgen gibts eine Tasse Kaffee und ich hole mir Frischwasser bevor ich abfahren.

Ulcinj, Hafenparkplatz

Gestern bekam ich noch die Info von meinen Platznachbarn, dass man sich in Ulcinj im Krankenhaus impfen lassen kann. Matthias, der mir den Tip mit Serbien verschafft hat, meint ich sollte doch vorbei fahren.

Schweren Herzens verlasse ich den schönen Platz und mache mich auf dem Weg zur Grenze. Auf einen kleinen Hügel, der mir schon bei der Herfahrt aufgefallen ist mache einen Stop und lasse Brauchwasser ab.

Der Weg zur Grenze läuft gut, an der Grenze selber staut es.

Ich habe gefühlt die Spur, die nicht vorwärts kommt. Stehe ich dann am Zoll, gibts noch eine Durchsuchung…

Montenegro ist gefühlt noch kurfen reicher als Albanien. Ich fahre langsam und lass mich nicht hetzen. In Ulcinj fahre ich direkt zum Krankenhaus, im zweiten Anlauf finde ich auch einen Parkplatz, halb Behinderter, halb schraffiert, was solls 😉

Im Krankenhaus geht es sehr schnell, ich muss noch eine Telefonnummer angeben, Campingplatz aus dem iNet. Personalausweis reicht. Erst kommt ein deutsch sprechender Arzt und untersucht mich, dann Schwester 1 gibt mir Spritze und Schwester 2 gibt mir die Papiete dazu. Am 28 Juni kann ich mich hier zum 2. Mal impfen lassen.

Weiter geht’s zum Hafen, ich habe etwas Angst, dass die Strassen eng werden, zum Glück kommt kein Gegenverkehr und ich schaffe es zum Hafen. Das Parken kostet auch nichts 😉

Als erstes schaue ich mir die Burg an. Ich wollte mir noch den innen Garten anschauen, als ich auf was Braues stoße. Bevor ich ausmachen konnte, wo Vorne und Hinten ist, ob giftig oder nicht und in welche Richtung die Schlange schaut. Hat die Schlange schon die Panik bekommen und ist los gedampft, dabei ist die Schlange noch von einer kleinen Mauer heruntergefallen, die Schlange hatte deutlich mehr Angst als ich 😉

Ich gehe noch etwas spazieren und mir fällt die 500GB für 14 Tage auf.

Das Essen ist sehr gut, da kann man nicht klagen. Der Preis 2€ für Salat und 7€ Calimaris sind auch okay.

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich vier Wochen lang mache. Nach dem 28 Juni kann ich mich zum zweiten Mal Impfen lassen. Dann kommt auch Matthias und Frau nach Ulcinj und wir treffen uns zum ersten mal. Geschrieben haben wir uns ja schon viel 😉

Kurz bevor ich ins Bett gehe mache ich noch ein Photo vom Mond.

Die Nacht war erstaunlich gut, ich befürchtete schon welche Besoffene oder Zigeuner, aber nicht davon.

Um 6Uhr wache ich mit dem schönen Sonnenaufgang auf.

Um 9Uhr30 hatte ich dann mein erstes unangenehmes Erlebnis mit Gesindel. Es klopft an Rosali, eine Stimme draußen mit ein paar Worte deutsch. Ich mache auf und ein älterer Herr möchte 10€ fürs Parken haben. Ich sage einen Moment bitte und mache in Ruhe das Photo:

Achtung! Betruger, Abzocker, Schwindler

Ich gehe raus, schließe Rosali ab, falls noch  mehr von dem Gesindel sich hier herumtreibt und führe ihn zum Kassenhaus. Dabei erzähle ich von einem – fiktiven – Polizisten, der hier aufpasst und wir zu ihm gehen. Schon sucht der Schwindler mit seinem selbst geschriebenen Parkzettel das weite.

Ich gehe in die Stadt ein Vanille Eis für 70Cent essen. Das Wasser muss ganz gut sein, ich sehe viele Fischle im Wasser schwimmen.

Langsam gehen mir die hunderte von Menschen auf den Kecks, vor allem die aufdringlichen Zigeuner. Schon seltsam, in Albanien hätten sich die Zigeuner sich nie getraut Geld für nichts zu verlangen und die Albaner sich nie gefallen lassen, von Zigeuner erpresst zu werden. Tourismus macht wie so oft vieles Kaputt.

Ich gehe wieder ins gleiche Lokal wie gestern:

Essen sehr gut und mit 7,50€ ganz okay. Morgen fahre ich möglichst früh weiter. Stück raus, mehr Luft, mehr Weite, mehr Freiheit.

Die Nacht war sehr ruhig. Gegen 8 Uhr kommt der Reinigungsdienst vorbei, was ein LKW mit Wassertank ist, der spritzt dann den Staub, Dreck weg, was im Meer landet.

Ich mache Rosali abfahrbereit und los geht’s, raus aus der Stadt. Ich hab noch etwas bamel vor den schmalen Strassen, aber alles klappt sehr gut. Im Ortsausgang finde ich noch einen Bäcker und kaufe ein Brot und ein süßes Stück für 60Cent und 70Cent.

Vau i Dejës, am Fluss

Heute geht es nur ein Stückle weiter, raus in die Natur.

Der Platz ist an einer Nebenstrasse bei einer Brücke am Fluss. Ich mache mich gleich auf die Gegend zu erkundigen.

Als ich auf dem Rückweg zwei Ferkel sah, dachte ich schon, oh Glück gehabt.

Kaum sitze ich in Rosali beim sehr späten Frühstück und ich höre ein Grunzen draußen.

Die Bache mit den zwei Ferkel kommen mich besuchen. Eins der Ferkel probiert sogar meinen heissen Kaffee, den ich auf dem Boden gestellt hatte um die Kamera zu halten, aber quittiert es mit einem aufgeregten ‚Iiick!‘

Ich gehe gerade Holz suchen, für vielleicht ein Lagerfeuer und mir kommt eine Schildkröte entgegen.

Ich mach noch ein paar Bilder vom schönen Sonnenuntergang, ich bin wieder sehr sehr froh aus der Stadt draußen zu sein. Ja die Stadt ist sehr schön und man kann in 100 Läden einkaufen gehen, aber Natur gibts in der Stadt keine.

Zurück zu Rosali höre ich plötzlich Kühglocken und als ich mich umdrehe, schauen mich schon ein paar Kuhaugen an.

Sowas nennt man wohl Feierabend Verkehr in Albanien 😉

Die Nacht war herrlich, die Frösche haben mir noch ein Ständchen gequakt und ich bin gleich eingeschlafen. Um 2 Uhr hat mich der Vollmond kurz geweckt, aber ich war zu faul zum Aufstehen.

Am morgen merke ich, dass türkischer Kaffee viel zu fein ist für meine Kaffeemaschine. Das sieht dann so aus:

Mit schwerem Herzen, verlasse ich den Platz. Hier ist Natur pur und sehr freundliche Menschen, die beim vorbei fahren freundlich winken und Hupen.

Shkodër, Parken hinter Station

Die Anfahrt war okay, ich habe gleich am Anfang noch mein Müll in einen Container geworfen. Vermutlich war ich etwas langsam unterwegs,  einige Autos haben mich knapp überholt.

Heute geht es einkaufen. Erst wollte ich alles im Spar kaufen, der nicht weit entfernt ist, aber ich finde es wichtiger die kleinen Läden und Strassenverkäufer zu unterstützen.

Mein erster Versuch landet in einer Bäckerei,  3/4 ist eine Bäckerei und ein kleiner Teil der Verkaufsraum. Der Bäcker kommt gleich auf mich zu und reicht mir die Hand. Ich habe schon sehr lange nicht mehr so viel Nähe und Fremdenfreundlichkeit gespürt. Für ein großes Brot, was ich sofort probieren muss und herrlich schmeckt, sechs Stück was immer auch, ich wollte eigentlich nur zwei davon, die werden aber nicht geteilt, zahle ich 120 Lek.

Der nächste Angriff erfolgt im Käse Laden,  hier kaufe ich einen Ziegenkäse 270 Lek und Hardkäse 530Lek und 10 Eier für 200Lek im Plastikbeutel für zusammen 1000 Lek. Ich glaube das war recht viel Käse 😉 Auf dem Rückweg zu Rosali lächeln mich noch eine Schale Erdbeeren für 100Lek an. Im Gegensatz zu den deutschen im Supermarkt, sind die Erdbeeren reif und schmecken auch noch Erdbeeren  😉

Letzt endlich lande ich doch noch im Spar für 250g Kaffee, 100g Salami, was die Damen auch genau abwiegen und 2x5l Wasser. Wasser kostet 5l 100Lek was 80Cent sind.

Für den Moment bin ich geschafft und setzte mich in die kleine Bar/ Restaurant an dem ich parke. Damit der Wirt auch etwas an mir verdient. Zum Kaffee gibt es natürlich auch ein Glas kaltes Wasser dazu.